10 February 2026, 22:09

Zwei brutale Angriffe auf Bahnmitarbeiter erschüttern Deutschland in einer Woche

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines stationären Zugs mit der Aufschrift 'Defense Special' und zwei Flaggen auf der linken Seite und einer Decke öberhaupt.

Zwei brutale Angriffe auf Bahnmitarbeiter erschüttern Deutschland in einer Woche

Zwei brutale Angriffe auf Bahnmitarbeiter der Deutschen Bahn haben Deutschland innerhalb einer Woche erschüttert. Beim jüngsten Vorfall wurde eine Zugbegleiterin auf der Strecke Stuttgart–Crailsheim attackiert, nachdem sie einen Schwarzfahrer zur Rede gestellt hatte. Der Angriff folgt auf den Tod eines weiteren Mitarbeiters der Deutschen Bahn in der Nähe von Landstuhl, der nur Tage zuvor nach einer schweren Attacke seinen Verletzungen erlegen war.

Die Statistiken zeigen ein besorgniserregendes Muster: Allein in diesem Jahr werden bei der Deutschen Bahn täglich durchschnittlich fünf körperliche Angriffe auf Mitarbeiter verzeichnet.

Der letzte Vorfall ereignete sich, als eine 42-jährige Zugbegleiterin makedonischer Herkunft einem 21-jährigen Mann aus Pakistan ein Bußgeld wegen Fahrens ohne Ticket ausstellte. Der Verdächtige, wütend über die Strafe, überfiel sie plötzlich – er spuckte ihr auf das Bein, schlug mit einer Flasche nach ihrem Kopf und floh anschließend. Die Frau erstattete am folgenden Tag Anzeige bei der Polizei.

Nur wenige Tage zuvor war in Landstuhl in Rheinland-Pfalz der 32-jährige Bahnmitarbeiter Serkan Çalar seinen Verletzungen erlegen, nachdem er bei einem Angriff eine Hirnblutung erlitten hatte. Seine Familie gab bekannt, dass er Vater von zwei Kindern war und seine Hochzeit geplant hatte. Sein Vater erlitt bei der Nachricht einen Herzinfarkt.

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Die Polizei hat den Verdächtigen von Landstuhl als einen 26-jährigen Griechen ohne festen Wohnsitz identifiziert. Unterdessen zeigen die Zahlen von Januar bis Oktober 2025 insgesamt 2.987 registrierte Drohungen oder Gewalttaten gegen Beschäftigte der Deutschen Bahn. Darunter fallen 1.148 Drohungen, 1.231 Fälle von Körperverletzung und 324 schwere Verletzungen, die eine medizinische Behandlung erforderten.

Die beiden Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Gefahren, denen Bahnmitarbeiter der Deutschen Bahn in ganz Deutschland ausgesetzt sind. Angesichts der täglichen Zwischenfälle steht die Politik unter Druck, die zunehmende Gewalt einzudämmen. Beide Ermittlungen laufen noch, während die Polizei nach den Tätern fahndet.