ZF verkauft seine Fahrerassistenz-Sparte an Samsung-Tochter Harman
Adriane BoucseinZF verkauft seine Fahrerassistenz-Sparte an Samsung-Tochter Harman - ZF verkauft seine Fahrerassistenz-Sparte an Samsung-Tochter Harman
ZF verkauft Sparten für Fahrerassistenzsysteme an Samsung-Tochter Harman
ZF verkauft Sparten für Fahrerassistenzsysteme an Samsung-Tochter Harman
ZF verkauft Sparten für Fahrerassistenzsysteme an Samsung-Tochter Harman
- Dezember 2025, 09:16 Uhr
Die ZF Friedrichshafen AG verkauft ihre Abteilung für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) an Harman International, eine Tochtergesellschaft von Samsung Electronics. Der im September 2021 bekannt gegebene Deal im Volumen von 1,5 Milliarden Euro erfolgt vor dem Hintergrund finanzieller Belastungen durch rückläufige Fahrzeugproduktion und die zögerliche Umstellung auf Elektromobilität bei ZF.
Der Verkauf ist Teil eines umfassenden Restrukturierungsplans, der auch erhebliche Stellenstreichungen und Schuldenabbau vorsieht.
ZF bestätigte die Transaktion an einem Dienstag im September 2021: Harman übernimmt das ADAS-Geschäft für einen Unternehmenswert von 1,5 Milliarden Euro. Rund 3.750 ZF-Mitarbeiter wechseln im Rahmen der Vereinbarung zu Harman. Das Unternehmen sieht in der Übernahme einen entscheidenden Schritt zur Entwicklung intelligenterer, sichererer und vernetzter Fahrzeuge.
ZF behält seine Elektronik für Fahrwerkstechnologien, passive Sicherheitssysteme sowie Aktivitäten im Bereich autonomes Fahren innerhalb der Nutzfahrzeugsparte. Vorstandsvorsitzender Mathias Miedreich betonte, der Deal ermöglichte es ZF, sich auf seine Kerntechnologien zu konzentrieren und gleichzeitig finanzielle Herausforderungen zu bewältigen. Die Verschuldung des Unternehmens lag Ende September bei über 10,6 Milliarden Euro. Um die Kosten zu senken, plant ZF, seine Belegschaft in Deutschland bis Ende 2028 um bis zu 14.000 Stellen zu reduzieren. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen helfen, die Schuldenlast zu verringern. Die Umstrukturierung folgt einem Rückgang der Fahrzeugproduktion und einer nachlassenden Nachfrage der Hersteller. Zudem passt sich ZF an die langsamer als erwartet verlaufende Wende zur Elektromobilität an, die sich auf das Geschäftsmodell auswirkt.
Der Verkauf der ADAS-Sparte an Harman für 1,5 Milliarden Euro markiert eine bedeutende strategische Neuausrichtung von ZF. Mit weniger Mitarbeitern und reduzierten Schulden strebt das Unternehmen eine Stabilisierung seiner Finanzen an, während es sich auf die verbleibenden Kerngeschäfte konzentriert. Harman hingegen stärkt damit seine Position in der Automobiltechnologie für die Entwicklung zukünftiger Fahrzeuge.