Wohngeld-Kürzungen: Experte warnt vor dramatischen Folgen für einkommensschwache Haushalte
Adriane BoucseinWohngeld-Kürzungen: Experte warnt vor dramatischen Folgen für einkommensschwache Haushalte
Die Pläne der Bundesregierung zur Kürzung des Wohngelds stoßen beim Wohnungsexperten Rock auf scharfe Kritik. Er warnt, dass die vorgesehenen Einschnitte vor allem die Schwächsten hart treffen werden – insbesondere jene, die bereits mit hohen Mieten kämpfen. Über eine Million Haushalte könnten von der Streichung von einer Milliarde Euro betroffen sein, was Befürchtungen über steigende Armutsquoten schürt.
Rock betont, dass viele einkommensschwache Haushalte bereits fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen ausgeben. Die geplante Kürzung des Wohngelds, die er als rein symbolisch bezeichnet, würde noch mehr Menschen in die Grundsicherung drängen. Damit, so seine Argumentation, würden die beabsichtigten Einsparungen durch die Kürzungen wieder zunichtegemacht.
Das eigentliche Problem liege laut Rock in explodierenden Wohnkosten und lascher Mietpreisbremse. Statt die Leistungen zu kürzen, sollte die Politik seiner Meinung nach die Mieten senken, um die finanzielle Belastung der Mieter zu verringern. Gleichzeitig schütten große Wohnungsunternehmen weiterhin bis zu 200 Euro pro Wohnung an Aktionäre aus – teilweise finanziert durch Steuergelder.
Rock kritisiert zudem, dass die Regierung gezielt Bereiche mit hohem Armutsrisiko wie das Wohngeld angreift. Ohne diese Unterstützung, warnt er, werde es für Mieter noch schwieriger, ihre Wohnungen zu bezahlen. Die geplanten Kürzungen würden das Wohngeld für über eine Million Haushalte reduzieren. Rocks Analyse deutet darauf hin, dass dies die Abhängigkeit von Sozialleistungen erhöhen statt Ausgaben zu senken könnte. Er besteht darauf, dass die Lösung in der Bekämpfung der Mietpreise und nicht in der Streichung von Leistungen liegt – nur so ließen sich langfristig Kosten sparen.






