Wohngeld als Rettungsanker: Warum Millionen Haushalte die Hilfe nicht nutzen
Adriane BoucseinWohngeld als Rettungsanker: Warum Millionen Haushalte die Hilfe nicht nutzen
Steigende Mieten in ganz Deutschland setzen Rentner und Haushalte mit niedrigem Einkommen zunehmend unter Druck. Immer mehr Betroffene beantragen daher Wohngeld, um finanzielle Entlastung zu erhalten. Schätzungsweise könnten rund zwei Millionen Haushalte Anspruch darauf haben – doch nicht alle wissen von dieser Unterstützung.
Das Wohngeld bietet monatliche Zahlungen, um die Mietkosten zu decken. Die durchschnittliche Auszahlung liegt bei etwa 300 Euro, die genaue Höhe hängt jedoch von der örtlichen Mietpreislage, der Haushaltsgröße, dem Einkommen und steuerlichen Freibeträgen ab. Allerdings wurde die Leistung in diesem Jahr nicht erhöht und wird erst im Januar 2027 erneut angepasst.
Auch Eigentümer können unter bestimmten Voraussetzungen einen Lastenzuschuss beantragen – eine separate Förderung für belastende Wohnkosten. Voraussetzung ist jedoch, dass die Antragsteller keine anderen staatlichen Leistungen wie Bürgergeld oder Sozialhilfe erhalten.
In Braunschweig bietet der SoVD (Sozialverband Deutschland) Hilfe an. Die Organisation unterstützt bei Anträgen auf Wohngeld und Lastenzuschuss sowie bei rentenrechtlichen Fragen. Ziel ist es, den Prozess für Menschen mit hohen Wohnkosten zu erleichtern.
Angesichts weiter steigender Mieten bleibt das Wohngeld eine wichtige Stütze für anspruchsberechtigte Haushalte. Die Beratung des SoVD in Braunschweig könnte mehr Betroffenen den Zugang zu dringend benötigter finanzieller Hilfe ermöglichen. Die nächste Anpassung der Leistungsbeträge steht allerdings erst 2027 an.






