WM 2026: Gastgewerbe in Krefeld-Neuss kämpft um faire Löhne und Arbeitszeiten
Adriane BoucseinWM 2026: Gastgewerbe in Krefeld-Neuss kämpft um faire Löhne und Arbeitszeiten
Die bevorstehende Weltmeisterschaft hat die Debatte um faire Bezahlung im Gastgewerbe in den Fokus gerückt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Krefeld-Neuss setzt sich für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen während des Turniers ein und warnt Arbeitgeber davor, Mitarbeiter mit übermäßigen Überstunden auszubeuten.
Die NGG fordert eine Lohnerhöhung von sechs Prozent für Köche, Servicekräfte und alle Beschäftigten im Gastgewerbe des Rhein-Kreises Neuss. Für vollzeitbeschäftigte Fachkräfte würde dies mindestens 164 Euro mehr im Monat bedeuten. Die Verhandlungen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sollen in Kürze beginnen.
Die Gewerkschaft mahnt Arbeitgeber, ihre Mitarbeiter während der WM nicht mit endlosen Zusatzschichten zu belasten. Jede zusätzliche Arbeitsstunde müsse vergütet werden, und es sollten zusätzliche Kräfte eingestellt werden, um Stoßzeiten abzufedern. Besonders berücksichtigt werden müssten dabei Beschäftigte mit Betreuungspflichten oder familiären Verpflichtungen, so die NGG bei der Schichtplanung.
Die Lohnverhandlungen für das Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen starten in der Woche nach dem Eröffnungsspiel der WM. Die NGG warnt, dass eine Überlastung der Mitarbeiter nach hinten losgehen könnte – mit sinkender Motivation und einem Imageverlust für die gesamte Branche.
Ziel der Forderungen ist eine faire Bezahlung und angemessene Arbeitszeiten während des Turniers. Von den Arbeitgebern wird erwartet, dass sie die Lohnvorgaben einhalten und ihre Belegschaft nicht überlasten. Das Ergebnis der Verhandlungen könnte richtungsweisend für Beschäftigte im Gastgewerbe der gesamten Region werden.






