Weihnachtsgeld 2024: Warum nur die Hälfte der Prämie übrig bleibt
Adriane BoucseinWeihnachtsgeld 2024: Warum nur die Hälfte der Prämie übrig bleibt
Arbeitnehmer in Deutschland, die in diesem Jahr ein Weihnachtsgeld erhalten, müssen mit Abzügen von der Auszahlung rechnen. Die Sonderzahlung ist in voller Höhe steuerpflichtig, zudem können Sozialabgaben anfallen. Netto verbleiben in der Regel nur 50 bis 65 Prozent der ursprünglichen Summe.
Die Besteuerung von Weihnachtsgeld erfolgt nach einem anderen Verfahren als bei regulärem Arbeitslohn. Über eine Differenzberechnung wird anhand der Jahreslohnsteuertabelle der Steuersatz ermittelt. Übersteigt die Prämie 25 Prozent des monatlichen Bruttogehalts, kann die Sechstel-Regelung die Steuerlast mindern.
Von der Arbeitnehmerseite des Bonus werden bis zu 22 Prozent Sozialabgaben fällig. Liegt das Jahreseinkommen jedoch bereits über der Beitragsbemessungsgrenze, entfallen weitere Abzüge. Auch Einkommensteile oberhalb dieser Grenze bleiben abgabenfrei.
2024 erhielten Beschäftigte mit Tarifvertrag im Durchschnitt ein Brutto-Weihnachtsgeld von 2.987 Euro. Bei der jährlichen Steuererklärung können Betroffene unter Umständen Geld zurückerhalten, wenn ihr tatsächliches Einkommen niedriger ausfiel als die zugrunde gelegte Schätzung.
Wie viel vom Weihnachtsgeld netto übrig bleibt, hängt von Steuerklasse und Gehaltshöhe ab. Eine Steuererklärung kann zu Rückerstattungen führen, falls die Vorabschätzungen zu hoch lagen. Die Regelungen sollen eine faire Balance im progressiven Steuersystem gewährleisten.
