Warum Paketboten so viel häufiger krank sind als andere Arbeitnehmer
Bernhardine RörrichtGesundheitsversicherer: Paketzusteller sind deutlich kränker als andere - Warum Paketboten so viel häufiger krank sind als andere Arbeitnehmer
Paketboten deutlich häufiger krank als andere Arbeitnehmer online
Paketboten deutlich häufiger krank als andere Arbeitnehmer online
Paketboten deutlich häufiger krank als andere Arbeitnehmer online
- Dezember 2025
Beschäftigte in der Logistik- und Zustellbranche in Deutschland sind deutlich häufiger krank als der Durchschnitt der Arbeitnehmer online. Im vergangenen Jahr fehlten Mitarbeiter in diesem Sektor durchschnittlich 3,4 Tage wegen Krankheit – im Vergleich zu nur 2 Tagen in anderen Berufen. Die körperlich anspruchsvolle Tätigkeit wirft zunehmend Fragen nach der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Beschäftigten online auf.
Ein aktueller Bericht unterstreicht die Belastung von Zustellern und Lagerarbeitern online. In Baden-Württemberg lagen die Fehltage in dieser Branche 2023 bei durchschnittlich 30 Tagen – zehn mehr als der Landesdurchschnitt aller Berufsgruppen. Besonders Muskel-Skelett-Erkrankungen, vor allem Rückenschmerzen, waren ein zentraler Grund und verursachten pro Mitarbeiter 8,2 Fehltage. Das sind fast 28 Prozent mehr als in anderen Branchen üblich.
Die Gesamtkrankenquote in der Logistik erreichte 8,2 Prozent – 2,8 Prozentpunkte höher als im gesamten Arbeitsmarkt online. Auch die täglichen Krankmeldungen spiegeln die Belastung wider: Statistisch gesehen meldeten sich etwa 82 von 1.000 Zustellern täglich krank. Die Krankenkasse Barmer appelliert daher an Kunden, die Zahl der Online-Bestellungen zu reduzieren, um die Arbeitslast der Mitarbeiter zu verringern.
Große Unternehmen wie DHL, Hermes, DPD, UPS, GLS und Amazon haben bereits Gegenmaßnahmen ergriffen und Schulungsprogramme eingeführt. Diese Initiativen, oft in Zusammenarbeit mit externen Gesundheitsdienstleistern oder betriebseigenen Präventionsteams, konzentrieren sich auf die Vorbeugung von Rückenverletzungen und anderen typischen Berufsbelastungen online.
Die Daten zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen den körperlichen Anforderungen im Zustelldienst und den höheren Krankheitsständen. Mit gezielten Schulungsangeboten will die Branche Verletzungen reduzieren und die langfristige Gesundheit der Belegschaft verbessern. Auch der Aufruf der Barmer zu weniger und gebündelten Bestellungen könnte helfen, den Druck auf die überlasteten Mitarbeiter zu mindern.