Wartburgkreis übernimmt St.-Georg-Krankenhaus und reformiert Gesundheitsversorgung ab 2026
Philipp NetteWartburgkreis übernimmt St.-Georg-Krankenhaus und reformiert Gesundheitsversorgung ab 2026
Der Kreistag des Wartburgkreises hat einstimmig einen neuen strategischen Plan für seine Krankenhäuser verabschiedet. Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt der Landkreis die volle Trägerschaft des St.-Georg-Krankenhauses Eisenach, das bisher von kirchlichen Trägern betrieben wurde. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Initiative, um die Zukunft der Gesundheitsversorgung in der Region zu sichern.
Der beschlossene Plan konzentriert sich auf die Bündelung medizinischer Ressourcen und die Wahrung der Eigenständigkeit der Krankenhäuser. Zudem soll die stationäre und ambulante Versorgung im gesamten Wartburgkreis ausgebaut werden. Die Region ist in einen nördlichen und einen südlichen Versorgungsbereich unterteilt, die jeweils um ein leistungsstarkes Fachkrankenhaus organisiert sind.
Sowohl das St.-Georg-Krankenhaus Eisenach als auch das Krankenhaus Bad Salzungen bleiben in der Trägerschaft des Wartburgkreises. Beide Standorte behalten eine zentrale Notaufnahme und fungieren als erweiterte Notfallversorgungszentren. Die Strategie sieht abgestimmte Schwerpunktsetzungen vor, wobei zertifizierte Zentren und wichtige Versorgungsbereiche erhalten und ausgebaut werden.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Ausbau integrierter Notfallstrukturen und der Stärkung der ambulanten Versorgung. Die Gewinnung und Bindung von Fachpersonal wird als entscheidend für die langfristige Zukunftsfähigkeit der ländlichen Gesundheitsversorgung hervorgehoben.
Das neue Konzept zielt darauf ab, eine langfristig sichere, wohnortnahe und wirtschaftlich tragfähige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Durch die vollständige Übernahme des St.-Georg-Krankenhauses Eisenach kann der Wartburgkreis nun eine einheitliche Ausrichtung seiner Krankenhäuser umsetzen. Die Umstellungen sollen ab Mitte 2026 in Kraft treten.
