Bundesregierung unter Druck: Millionen für PR-Berater – doch die Transparenz fehlt
Adriane BoucseinBundesregierung unter Druck: Millionen für PR-Berater – doch die Transparenz fehlt
Die deutsche Bundesregierung sieht sich mit Fragen zu ihren Ausgaben für externe Kommunikationsberater konfrontiert. Der linke Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch fordert Transparenz darüber, wie viel die Ministerien und die Bundeskanzlei für Krisenkommunikation, Imageberatung und strategische Dienstleistungen ausgeben.
Bartsch reichte seine Anfrage schriftlich über Der Spiegel an die Ministerien ein. Er kritisierte die Antwort der Regierung als eine Beleidigung für Parlament und Steuerzahler. Dennis Rohde (SPD), Staatssekretär im Finanzministerium, antwortete zwar, behauptete jedoch, es sei „unmöglich“, die angeforderten Daten innerhalb der einwöchigen Frist zusammenzutragen.
Bartsch nannte zwei mögliche Erklärungen: Entweder sei die Zahl der Verträge und die damit verbundenen Kosten enorm hoch, oder die Ampelkoalition versuche, negative Schlagzeilen zu vermeiden. Zudem deutete er an, die Regierung könnte Kürzungen im Sozialbereich verschleiern, während gleichzeitig Gelder für PR-Berater fließen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat bereits bis zu 2,2 Millionen Euro jährlich für solche Dienstleistungen eingeplant.
Die Regierung weigert sich weiterhin, die vollständigen Details ihrer Ausgaben offenzulegen. Bartschs Anfrage bleibt unbeantwortet, und der Mangel an Transparenz stößt auf Kritik. Die Debatte über die Verwendung öffentlicher Mittel für externe Berater wird voraussichtlich anhalten.
