Warnstreik im hessischen Einzelhandel: ver.di ruft nach gescheiterten Tarifverhandlungen zum Protest auf
Philipp NetteWarnstreik im hessischen Einzelhandel: ver.di ruft nach gescheiterten Tarifverhandlungen zum Protest auf
Warnstreik in Hessen nach gescheiterten Tarifverhandlungen im Einzelhandel
Die Gewerkschaft ver.di hat zu Streiks in Hessen aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen zwischen Einzelhandelsbeschäftigten und Arbeitgebern in einer Sackgasse endeten. In mehreren Städten sind Proteste geplant.
Betroffen sind Mitarbeiter großer Handelsketten wie Rewe, Penny, Kaufland und weiterer Unternehmen sowie Logistikbeschäftigte im Rewe-Konzern. Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber sieht vor, dass Einzelhandelsangestellte nach sechs Monaten eine Lohnerhöhung von zwei Prozent erhalten, während Großhandelsmitarbeiter mit 1,8 Prozent rechnen können. Trotz weiterer Verhandlungen blieb das Angebot unverändert.
Marcel Schäuble, ver.di-Verhandlungsführer für den hessischen Einzelhandel, kritisierte die Haltung der Arbeitgeber scharf. Die anhaltende Unsicherheit für die Beschäftigten sei ungerecht und verschärfe deren finanzielle Not. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die vorgeschlagenen Lohnerhöhungen nicht ausreichen, um die erwartete Inflation auszugleichen.
ver.di fordert eine monatliche Gehaltserhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten. Zudem verlangt die Gewerkschaft eine jährliche Aufstockung von 150 Euro für Auszubildende, abhängig vom Ausbildungsjahr. Darüber hinaus soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Der Streikaufruf spiegelt die Frustration über die festgefahrenen Lohnverhandlungen und unzureichenden Angebote wider. In mehreren hessischen Großstädten sind Proteste geplant, die weite Teile des Einzelhandels und der Logistikbranche betreffen werden. Bisher blieben die Forderungen der Gewerkschaft unerfüllt, während die Verhandlungen weitergehen.
