Volkswagen plant radikale Kürzungen: Bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Bernhardine RörrichtVolkswagen plant radikale Kürzungen: Bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagen bereitet sich auf massive Stellenstreichungen vor, von denen bis zu 100.000 Arbeitsplätze betroffen sein könnten. Die Unternehmensführung hat Pläne angekündigt, vier deutsche Werke zu schließen, darunter die Standorte Hannover und Emden. Vertreter der Belegschaft wurden in die ersten Gespräche über die Kürzungen nicht einbezogen.
Der Aufsichtsrat wird am 9. Juli zusammentreten, um über die geplanten Entlassungen und umfassendere Reformen zu beraten. Konzernchef Oliver Blume und weitere Führungskräfte haben eingeräumt, dass einige Sparten des Unternehmens Schwierigkeiten haben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Gewerkschaftsvertreter und Arbeitnehmervertretungen lehnen die Pläne ab und fordern bessere Konditionen für die Beschäftigten.
Trotz der aktuellen Profitabilität von Volkswagen bleiben Anleger bei deutschen Autowerten skeptisch. Sorgen um die Zukunft der Branche dämpfen die Nachfrage nach den Aktien. Das Unternehmen wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 3,7 für das laufende Geschäftsjahr gehandelt, bei einem Aktienkurs von 72,54 Euro. Analysten erwarten für das kommende Jahr einen Gewinn je Aktie von 24,21 Euro.
Volkswagen steht vor einer entscheidenden Weichenstellung für seine Belegschaft und seine Geschäftsaktivitäten. Die anstehende Aufsichtsratssitzung wird über die nächsten Schritte bei den geplanten Kürzungen und Reformen entscheiden. Das Ergebnis wird Tausende Arbeitsplätze und die langfristige Strategie des Konzerns prägen.
