Verfallenes Juwel in Halle: Warum die "Grüne Tanne" dringend gerettet werden muss
Philipp NetteVerfallenes Juwel in Halle: Warum die "Grüne Tanne" dringend gerettet werden muss
Historisches Gebäudeensemble in Halle (Saale) droht durch Vernachlässigung zu verfallen
Ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble in Halle (Saale) leidet unter schwerer Verwahrlosung und akutem Verfall. Der Komplex an der Ecke Mansfelder Straße/Tuchrahmen umfasst auch die Gaststätte „Grüne Tanne“, die seit Jahren leer steht. Ihr Zustand sorgt bei lokalen Behörden und Denkmalschützern für wachsende Besorgnis.
Die „Grüne Tanne“ steht bereits seit 15 Jahren auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Kulturdenkmäler der Stadt. Nach einem Brand verschärfte sich der Verfall weiter, sodass der angrenzende Gehweg wegen Einsturzgefahr durch herabfallende Mauerteile gesperrt werden musste.
Der Projektentwickler Norsk hatte einst ein Sanierungskonzept für das Ensemble vorgelegt, das die Instandsetzung der historischen Bausubstanz, Neubauten sowie den Bau einer Tiefgarage vorsah. Doch das Unternehmen meldete Insolvenz an – damit kam das Vorhaben zum Erliegen.
Die finanziellen Schwierigkeiten des Eigentümers bremsen seitdem die Verhandlungen mit der Stadt aus. Die Behörden leiteten nun rechtliche Schritte ein, um die Situation zu bereinigen, und prüfen zugleich Notfallmaßnahmen, um den Gehweg wieder sicher freigeben zu können.
Ein auf Denkmalsanierung spezialisiertes Unternehmen zeigte bereits Interesse an der Rettung der bestehenden Gebäude. Sein Vorschlag zielt darauf ab, die historische Bausubstanz zu erhalten, ohne zusätzliche Neubauten zu errichten.
Die Stadt unternimmt derzeit Schritte, um das Gelände abzusichern und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Mit rechtlichen Schritten und möglichen Sofortmaßnahmen soll der Komplex stabilisiert werden. Die Beteiligung des Sanierungsexperten gibt Anlass zur Hoffnung, dass die historischen Gebäude eine Zukunft haben.






