USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Berlin reagiert mit Kritik und Aufrüstungsplänen
Bernhardine RörrichtUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Berlin reagiert mit Kritik und Aufrüstungsplänen
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Der Schritt folgt anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Berlin in den Bereichen Verteidigung und Außenpolitik. Deutsche Politiker reagierten mit einer Mischung aus Kritik und Forderungen nach größerer europäischer Eigenständigkeit.
Am 1. Mai bestätigten die USA, 5.000 Militärangehörige von Stützpunkten in Deutschland abzuziehen. Der Abzug soll zwischen sechs und zwölf Monaten dauern. Derzeit sind in Deutschland rund 38.000 US-Soldaten stationiert, darunter wichtige Kommandostellen für US-Einsätze in Europa und Afrika.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete die Entscheidung als absehbar. Er betonte, Europa müsse mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte unterdessen die USA dafür, im Konflikt mit dem Iran keine klare Exit-Strategie zu verfolgen.
NATO-Vertreter arbeiten nun mit den USA daran, die Details des Abzugs zu finalisieren. Als Reaktion plant Deutschland, die Bundeswehr von 185.000 auf 260.000 Soldaten zu vergrößern. US-Präsident Donald Trump forderte Merz zudem auf, die Lösung des Russland-Ukraine-Konflikts voranzutreiben.
Der Truppenabzug markiert eine Wende in den transatlantischen Sicherheitsbeziehungen. Deutschland bereitet sich darauf vor, seine Streitkräfte zu stärken und sich an die verringerte US-Präsenz anzupassen. Die Veränderungen werden voraussichtlich Auswirkungen auf die strategische Planung der NATO in der Region haben.






