US-Arbeitsmarktdaten erschüttern DAX und Rohstoffmärkte am Freitag
Finanzmärkte reagieren empfindlich auf neue US-Arbeitsmarktdaten
Die Finanzmärkte haben am Freitag deutlich auf frische Arbeitsmarktzahlen aus den USA reagiert. Der DAX gab stärker nach als erwartet, während auch Gold- und Ölpreise fielen. An den Devisenmärkten verlor der Euro gegenüber dem Dollar an Boden, da sich die Stimmung unter Anlegern verschlechterte.
Der DAX schloss bei 24.759 Punkten – ein Minus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Donnerstag. Analysten hatten noch mit einem Durchbruch der 25.000-Punkte-Marke gerechnet, doch die überraschend robusten US-Beschäftigungsdaten änderten die Einschätzung.
Laut aktuellem Bericht schufen US-Arbeitgeber 172.000 neue Stellen – fast doppelt so viele wie die prognostizierten 85.000. Trotz dieses Anstiegs blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent. Die Daten dämpften die Erwartungen an baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Federal Reserve) und lösten in mehreren Anlageklassen Verkäufe aus.
Der Goldpreis erlitt einen deutlichen Rückschlag: Die Unze notierte bei 4.341 Dollar – ein Rückgang um 3,1 Prozent. Auch der Ölpreis gab nach: Die Nordsee-Sorte Brent verlor 1,23 Dollar (minus 1,3 Prozent) und kostete 93,80 Dollar pro Barrel. Gleichzeitig schwächte sich der Euro gegenüber dem Dollar ab und wurde zu 1,1536 Dollar gehandelt.
Die unerwartet starke Entwicklung am US-Arbeitsmarkt hat die Erwartungen an Zinssenkungen vorerst aufgeschoben. Die Märkte blicken nun vorsichtiger in die Zukunft, während Aktien, Rohstoffe und Währungen auf die neuen Daten reagieren. In den kommenden Wochen werden Anleger wahrscheinlich weitere Signale der Federal Reserve abwarten.






