24 February 2026, 03:24

Universitätsklinikum Freiburg streicht 350 Stellen – Proteste gegen Sparpläne

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Washington, D.C. am 21. Januar 2020 mit Plakaten und Schildern, während einige Fahrräder fahren, Schilder, Bäume und ein klarer blauer Himmel im Hintergrund zu sehen sind.

Universitätsklinikum Freiburg streicht 350 Stellen – Proteste gegen Sparpläne

Universitätsklinikum Freiburg plant Streichung von bis zu 350 Stellen bis 2028

Aufgrund finanzieller Zwänge will das Universitätsklinikum Freiburg bis 2028 bis zu 350 Arbeitsplätze abbauen. Mitarbeiter:innen und die Gewerkschaft ver.di haben mit Protesten reagiert und machen mangelnde Landesförderung für die prekäre Lage des Klinikums verantwortlich. Für den 28. Februar ist eine Demonstration unter dem Motto "Nicht auf unserem Rücken!" in der Freiburger Innenstadt geplant.

Die Krankenhausleitung begründete die Stellenkürzungen mit ausbleibender Investitionsunterstützung durch das Land Baden-Württemberg. Ver.di argumentiert, dass die chronische Unterfinanzierung das Klinikum in eine Schuldenfalle getrieben habe – ein Problem, das nicht auf dem Rücken der Beschäftigten gelöst werden dürfe. Die Gewerkschaft fordert, die öffentliche Gesundheitsversorgung angemessen zu finanzieren, statt die Lasten auf die Belegschaft abzuwälzen.

Die Kundgebung beginnt am 28. Februar um 15 Uhr am Platz der Alten Synagoge. Von dort führt die Route am Freiburger DGB-Haus vorbei bis zum Gelände des Universitätsklinikums. Während der Veranstaltung werden Mitarbeiter:innen, Auszubildende und Patient:innen zu Wort kommen.

Parallel zur Demonstration läuft eine Kampagne, die Kandidat:innen für die Landtagswahl in Südbaden auffordert, sich verbindlich zur vollständigen Übernahme der Investitionskosten für das Klinikum zu verpflichten. Die Organisator:innen hoffen, durch den öffentlichen Druck politische Weichenstellungen zu erzwingen, bevor die Kürzungen in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden.

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Die geplanten Entlassungen würden die Belegschaft des Klinikums um bis zu 350 Vollzeitstellen verringern. Beschäftigte und Gewerkschafter:innen fordern eine Rücknahme der Entscheidung und verlangen vom Land Baden-Württemberg, die Finanzlücke zu schließen. Der Ausgang der Proteste und der Kampagne könnte die künftige Gesundheitsfinanzierung in der Region maßgeblich beeinflussen.