Tiny House Festival in Karlsruhe zeigt: Kompaktwohnen wird immer beliebter
Philipp NetteTiny House Festival in Karlsruhe zeigt: Kompaktwohnen wird immer beliebter
Tiny House Festival „New Housing“ in Karlsruhe: Kompaktwohnen im Trend
Vom 26. bis 28. Juni 2026 fand auf dem Karlsruher Messegelände das Tiny House Festival New Housing statt. Über 90 Aussteller präsentierten mehr als 30 verschiedene Tiny-House-Modelle und zeigten damit ein breites Spektrum an platzsparenden Wohnlösungen.
Die Besucher konnten vielfältige Entwürfe begutachten – darunter ein 48 Quadratmeter großes, modulares Haus mit Bad, das das Unternehmen Tom & Luk für 95.000 Euro anbot. Ein voll ausgestattetes Modell mit 20 Quadratmetern war bereits ab 75.000 Euro erhältlich, während Mobi House ein 16 Quadratmeter großes Wohnmobil für rund 48.000 Euro im Programm hatte.
Holzbau Engel stellte ein autarkes 17-Quadratmeter-Haus mit Batteriespeicher und Wasseraufbereitungssystem vor, das für 100.000 Euro angeboten wurde. Johannes Laible vom Karlsruher Tiny House Verein betonte, dass die Preise für Tiny Houses stark variieren: Selbstbauprojekte beginnen bei etwa 10.000 Euro, während hochwertige Modelle bis zu 150.000 Euro kosten können. Die meisten fertig gebauten Tiny Houses liegen preislich zwischen 70.000 und 120.000 Euro.
Für Käufer kommen oft zusätzliche Kosten in Höhe von 15 bis 20 Prozent der Baukosten hinzu. Langfristig stellt jedoch der Grundstückskauf die größte finanzielle Hürde dar – die Preise unterscheiden sich hier je nach Region deutlich.
Die Messe unterstrich das wachsende Interesse an kompaktem und nachhaltigem Wohnen. Die Aussteller zeigten Optionen für jedes Budget – von günstigen Einstiegsmodellen bis hin zu Premium-Lösungen. Wer in ein Tiny House investieren möchte, sollte neben den Anschaffungskosten auch Folgekosten und den Grundstückspreis einkalkulieren.
