20 December 2025, 10:02

Taschendiebstähle sinken - aber Betrüger sind aktiver

Ein Marktplatz mit ausgestellten Stolen und einigen Menschen.

Taschendiebstähle sinken - aber Betrüger sind aktiver - Taschendiebstähle sinken - aber Betrüger sind aktiver

Taschendiebstähle gehen zurück – doch Trickbetrüger sind aktiver

Taschendiebstähle gehen zurück – doch Trickbetrüger sind aktiver

Taschendiebstähle gehen zurück – doch Trickbetrüger sind aktiver

  1. Dezember 2025, 03:16 Uhr

In Baden-Württemberg sind Taschendiebstähle in den letzten zehn Jahren deutlich zurückgegangen. Die gemeldeten Fälle sanken zwischen 2015 und 2024 um 44,4 Prozent – von 11.157 auf 6.202 Vorfälle. Dennoch beliefen sich die finanziellen Verluste im vergangenen Jahr noch auf über 2,2 Millionen Euro, da Kriminelle vor allem in belebten Bereichen Geldbörsen und Handys stahlen.

Der rückläufige Trend hält auch 2025 an: Die Behörden verzeichnen einen weiteren spürbaren Rückgang der angezeigten Diebstähle. Trickdiebstähle, die sich seit 2015 bereits halbiert hatten, gingen 2024 um weitere 8,9 Prozent auf 1.005 Fälle zurück. Erste Zahlen für 2025 deuten jedoch auf einen leichten Anstieg dieser Straftaten hin.

Im Jahr 2024 ermittelten die Behörden 502 Tatverdächtige in Zusammenhang mit Taschendiebstählen, davon 423 ohne deutsche Staatsangehörigkeit – die meisten stammten aus der Maghreb-Region. Trotz des Rückgangs der Vorfälle wurden nur 44 Prozent der Diebstähle zur Anzeige gebracht, sodass viele Straftaten unentdeckt blieben.

Als Gründe für den langfristigen Rückgang nennen die Behörden den Ausbau der Videoüberwachung und den verstärkten Einsatz von Sicherheitspersonal an stark frequentierten Orten. Das Polizeiliche Kriminalpräventive Programm rät Bürgern zudem, Wertsachen in sicheren Innentaschen zu verwahren und in Menschenmengen besonders achtsam zu sein. Ein sofortiges Sperren gestohlener Karten wird ebenfalls empfohlen, um finanzielle Schäden zu begrenzen.

Der allgemeine Rückgang bei Taschendiebstählen und Trickbetrug zeigt, dass verschärfte Sicherheitsmaßnahmen und eine höhere öffentliche Aufmerksamkeit Wirkung zeigen. Angesichts von Verlusten in Höhe von über 2,2 Millionen Euro im vergangenen Jahr mahnt die Polizei jedoch weiterhin zur Vorsicht. Die Meldung von Straftaten und die sichere Aufbewahrung von Wertgegenständen bleiben entscheidend, um Diebstähle weiter einzudämmen.