Tarifstreit in Baden-Württemberg: Klinikmitarbeiter drohen mit Warnstreiks
Philipp NetteTarifstreit in Baden-Württemberg: Klinikmitarbeiter drohen mit Warnstreiks
Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und privaten Krankenhausbetreibern in Baden-Württemberg festgefahren
Die Lohnverhandlungen zwischen Gewerkschaften und privaten Klinikträgern in Baden-Württemberg sind gescheitert. Die jüngste Gesprächsrunde endete ohne ein neues Angebot der Arbeitgeber – rund 5.000 Beschäftigte in der privaten krankenversicherung blicken damit in eine ungewisse Zukunft. Die Gewerkschaften bereiten nun mögliche Arbeitskampfmaßnahmen vor.
Der bestehende Tarifvertrag war zum Jahresende ausgelaufen. Seitdem fordern die Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, was mindestens 300 Euro mehr pro Monat für die Beschäftigten bedeuten würde. Zudem verlangen sie eine zusätzliche, dienstjahrabhängige Entgeltstufe für langjährige Mitarbeiter sowie höhere Schichtzuschläge.
Die Arbeitgeber hatten zuvor ein Angebot vorgelegt, das eine fünfmonatige Lohnpause vorsah, gefolgt von zwei kleinen Erhöhungen von jeweils 0,5 Prozent über einen Zeitraum von 27 Monaten. Die Gewerkschaften lehnten dies als unzureichend ab. In den jüngsten Gesprächen verwiesen die Arbeitgeber auf finanzielle Belastungen, legten jedoch keinen überarbeiteten Vorschlag vor.
Da keine Fortschritte erzielt wurden, kündigten die Gewerkschaften nun Betriebsaktionen an, darunter mögliche Warnstreiks. Weitere Verhandlungen sind für Anfang März geplant.
Die Pattsituation bedeutet, dass die Beschäftigten in den privaten Krankenhäusern Baden-Württembergs weiterhin ohne neuen Tarifvertrag dastehen. Die Gewerkschaften warnten vor einer Eskalation der Maßnahmen, falls im nächsten Verhandlungsdurchgang kein akzeptables Angebot vorgelegt wird. Die Arbeitgeber haben bisher keinen klaren Weg aus der Krise aufgezeigt.






