26 April 2026, 08:29

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident fordert gerechtere Rentenreform für Ostdeutschland

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit Text auf weißem Hintergrund.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident fordert gerechtere Rentenreform für Ostdeutschland

Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, hat die Herangehensweise von Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Rentenreform scharf kritisiert. Er argumentierte, die Bundesregierung müsse die besonderen finanziellen Belastungen der Bürger in Ostdeutschland stärker berücksichtigen, wo viele im Ruhestand ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen seien.

Schulze verwies auf die prekäre wirtschaftliche Lage in Sachsen-Anhalt und der gesamten ostdeutschen Region. Viele Menschen dort verfügten weder über Ersparnisse noch über Wohneigentum oder Erbschaften, um ihren Lebensabend abzusichern. Anders als in Westdeutschland erhielten deutlich weniger Beschäftigte betriebliche Altersvorsorge – was die Abhängigkeit von der staatlichen Rente weiter erhöhe.

Der Ministerpräsident betonte, dass das Durchschnittsalter in Sachsen-Anhalt bei etwa 48 Jahren liege – mehr als drei Jahre über dem Bundesdurchschnitt. Die ältere Bevölkerung stehe vor größeren rentenpolitischen Herausforderungen, da ihr oft die Mittel fehlten, um privat vorzusorgen. Schulze forderte die Rentenkommission auf, diese regionalen Unterschiede bei der Ausgestaltung der Reformen vollumfänglich zu berücksichtigen.

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Er unterstrich, dass eine verlässliche gesetzliche Rente nicht nur für die persönliche Absicherung, sondern auch für den sozialen Zusammenhalt unverzichtbar sei. Ohne sie drohten vielen Menschen in Ostdeutschland im Ruhestand Würde und Lebensstandard zu entgleiten.

Schulzes Forderungen zielen darauf ab, faire Rentenbedingungen für Ostdeutschland durchzusetzen. Angesichts der wirtschaftlichen Ungleichheiten in der Region seien die Bürger in besonderem Maße auf staatliche Unterstützung angewiesen. Jede Reform müsse diese Gegebenheiten berücksichtigen, um eine Verschärfung der Altersarmut zu verhindern.

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