17 January 2026, 21:53

Stuttgart diskutiert Lösungen gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

Ein illuminiertes Manuskript mit einer detaillierten Karte von Stuttgart, Deutschland, mit begleitendem Text, der die Stadt beschreibt.

Stuttgart diskutiert Lösungen gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

Am 3. November 2025 fand in Stuttgart die vierte Fachkonferenz zur Migration im Gesundheitsbereich statt. Die Minister Manne Lucha und Marion Gentges leiteten die Gespräche, die sich auf die Gewinnung von Fachkräften für die Pflege- und Medizinbranche konzentrierten. Zudem wurde der Fortschritt bei der Anwerbung internationaler Mitarbeiter – insbesondere aus Indien – bewertet.

Die Veranstaltung war Teil einer laufenden Initiative, die 2023 vom Ministerium für Soziales und Justiz ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die gezielte Migration und Integration von Gesundheitsfachkräften zu stärken. Auf der diesjährigen Konferenz standen Themen wie Beschäftigung, Integration und internationale Partnerschaften im Mittelpunkt.

Minister Lucha betonte den wachsenden Bedarf an ausländischen Fachkräften, um die Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten. Er kündigte an, dass im Laufe des Jahres 2025 eine Delegationsreise nach Indien geplant sei, um die Rekrutierungsnetzwerke auszubauen. Die Zusammenarbeit mit Maharashtra, einem zentralen indischen Bundesstaat, war dabei ein Schwerpunktthema. Justizministerin Gentges forderte eine stärkere Förderung der Landesagentur für Fachkräfteeinwanderung (LZF). Die im April 2025 gegründete Behörde hat bereits rund 600 beschleunigte Anträge von Gesundheits- und Pflegefachkräften bearbeitet. Susanne Bay, Präsidentin des Regierungspräsidiums Stuttgart, warnte, dass die Deckung des künftigen Fachkräftebedarfs eine große langfristige Herausforderung bleibe. Vertreter verschiedener Organisationen berichteten über aktuelle Entwicklungen und bewerteten die Fortschritte des Programms. Ein Zwischenbericht zeigte erste positive Schritte bei der Bekämpfung des Personalmangels auf.

Die Konferenz endete mit Plänen, die internationalen Rekrutierungsbemühungen zu intensivieren. Luchas bevorstehende Indienreise soll die Anwerbung von Pflegekräften vorantreiben. Gleichzeitig arbeitet die LZF weiter an der Bearbeitung von Anträgen, um die Migration von Gesundheitsfachkräften in der Region zu erleichtern.