Stuttgart 21: Kosten explodieren auf 11,3 Mrd. – Fertigstellung erst 2031
Philipp NetteStuttgart 21: Kosten explodieren auf 11,3 Mrd. – Fertigstellung erst 2031
Stuttgart 21: Bahnprojekt steht erneut in der Kritik – Kosten explodieren, Fertigstellung verzögert sich
Das Stuttgarter Bahnprojekt Stuttgart 21 sieht sich angesichts weiter steigender Kosten und anhaltender Verzögerungen neuerlicher scharfer Kritik ausgesetzt. Ursprünglich mit einem Budget von 4,5 Milliarden Euro veranschlagt, belaufen sich die Ausgaben für den unterirdischen Bahnhof mittlerweile auf 11,3 Milliarden Euro. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Matthias Gastel, bezeichnete das Vorhaben als „kolossalen Fehler“ und stellte dessen langfristigen Nutzen infrage.
Das Projekt, das einst mit geschätzten Kosten von 4,5 Milliarden Euro geplant wurde, hat im Laufe der Jahre eine massive Kostensteigerung erlebt. Die Deutsche Bahn beziffert die Gesamtausgaben nun auf 11,3 Milliarden Euro. Auch die Fertigstellung des unterirdischen Knotenpunkts verzögert sich weiter – aktuell wird eine Inbetriebnahme erst für das Jahr 2031 angestrebt.
Gastel, Bahn-experte der Grünen, gehört zu den schärfsten Kritikern des Projekts. Er argumentiert, der neue Bahnhof verfüge weder über ausreichende Kapazitäten noch über die nötige betriebliche Flexibilität. Laut Gastel sei das Design nicht auf künftige Nachfrage ausgelegt und erfordere zusätzliche Investitionen in Gleise und Infrastruktur, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Trotz der Rückschläge soll Stuttgart 21 zum ersten vollständig digitalisierten Bahnhof Deutschlands werden. Doch Gastel betont, dass Funktionalität und Anpassungsfähigkeit Vorrang vor technologischen Ambitionen haben müssten. Seine Bedenken spiegeln die anhaltende Debatte über die Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit des Projekts wider.
Die Inbetriebnahme des Stuttgarter Bahnknotens ist nun für 2031 vorgesehen – fast ein Jahrzehnt später als ursprünglich geplant. Angesichts der auf 11,3 Milliarden Euro gestiegenen Kosten bleiben die Kritik an der Konzeption und die Zweifel am langfristigen Nutzen bestehen. Die Zukunft des Projekts hängt davon ab, ob es gelingt, die Kapazitätsprobleme zu lösen und seine betriebliche Effizienz unter Beweis zu stellen.






