24 April 2026, 16:28

Söder schlägt Ilse Aigner als Bundespräsidentin vor – und löst CDU-Debatte aus

Cartoon-Illustration eines Mannes mit Zylinder und einer Frau in einem Kleid mit einer Wand, einem Fenster, einem Eimer und anderen Gegenständen im Hintergrund, mit dem Text "F. J. Singer, der erste deutsche Politiker, der in den Kongress gewählt wurde" unten.

Söder schlägt Ilse Aigner als Bundespräsidentin vor – und löst CDU-Debatte aus

Markus Söder hat Ilse Aigner als mögliche Kandidatin für das Amt der nächsten Bundespräsidentin ins Spiel gebracht. Der Vorschlag des CSU-Chefs hat innerhalb der CDU Diskussionen ausgelöst, wo bereits mehrere Namen im Gespräch sind. Die Ankündigung scheint manche Parteiverantwortliche überrascht zu haben.

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Aigner amtiert derzeit als Präsidentin des bayerischen Landtags und war zuvor Bundeslandwirtschaftsministerin. Sepp Müller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Unionsfraktion, bezeichnete sie als integrative Persönlichkeit mit einer starken Bürgerbindung. Seine uneingeschränkte Unterstützung für Söders Vorschlag steht im Kontrast zu der zurückhaltenderen Reaktion anderer CDU-Vertreter.

Der CDU-Abgeordnete Philipp Amthor begrüßte zwar die Idee, eine Frau im Schloss Bellevue zu sehen, verwies jedoch darauf, dass derzeit mehrere starke Kandidaten geprüft würden. Auch Familienministerin Karin Prien und die ehemalige CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer werden mit Präsidentschaftsambitionen in Verbindung gebracht. Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, betonte, dass jeder gut geeignete Vorschlag auf Unterstützung zählen könne.

CDU und CSU haben vereinbart, im Laufe des Sommers eine gemeinsame Personalempfehlung zu erarbeiten. In diesem Prozess wird sich zeigen, welchen Kandidaten die Parteien offiziell für das Präsidentenamt aufstellen werden.

Aigners mögliche Kandidatur bringt eine neue Dynamik in das Rennen um die Bundespräsidentschaft. CDU und CSU werden nun ihre Optionen abwägen, bevor sie eine einheitliche Empfehlung vorlegen. Die endgültige Entscheidung wird die nächste Phase der politischen Führung in Deutschland prägen.

Quelle