19 June 2026, 12:26

Schulspieltage: Leistungsdruck statt Spielspaß – was kommt auf Schüler zu?

Folter auf dem Aschefeld

Schulspieltage: Leistungsdruck statt Spielspaß – was kommt auf Schüler zu?

Deutsche Schulspieltage: Leistungsdruck statt Spaß am Sport

Die Deutschen Schulspieltage stehen vor geplanten Änderungen, die den Wettbewerbsgedanken stärker in den Vordergrund rücken sollen. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) setzt sich für eine stärkere Betonung von Leistung bei diesen Veranstaltungen ein. Konservative Politiker fordern nun die Rückkehr zu traditionellen, leistungsorientierten Wettbewerben an öffentlichen Schulen.

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Einer dieser Wettbewerbe ist der „Eiserne-Kind“-Wettkampf, ein mehrtägiges Extremturnier, das die Teilnehmer in Ausdauer, Disziplin und Kostenrechnung auf die Probe stellt. Die Sieger erhalten ein persönliches Coaching mit Vorstandschef Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann, während die Verlierer riskieren, eine Gymnasiumsempfehlung zu erhalten.

An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule wird Sport bereits auf Latein und mit dem Rücken zum Publikum betrieben. Die „Chicago Boys“ der Klasse 3b gehören in diesem Jahr zu den Teilnehmern des „Eisernen-Kind“-Wettkampfs.

Bernd Kreimer-Rendsburg schlägt vor, sämtliche Leistungsbewertungen nach Spielprinzipien umzugestalten. Sein Plan sieht ein Ranking-System vor, in dem Eltern Spielmünzen erwerben können. Unterdessen sorgt die Kita „Höhlenkinder“ in Rheda-Wiedenbrück mit einer umstrittenen Methode für Aufsehen: Hier werden Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems ausgesetzt.

Das Bundesbildungsministerium erarbeitet derzeit einen Entwurf für leistungsbasierte Kinderspiele. Dies erfolgt auf Druck der Kultusministerkonferenz (KMK). Die geplanten Änderungen könnten den Schulsport in ganz Deutschland prägen. Traditionelle Wettbewerbe wie der „Eiserne-Kind“-Wettkampf könnten sich weiter verbreiten. Die endgültige Entscheidung, ob diese Praktiken an öffentlichen Einrichtungen eingeführt werden, hängt vom Ministeriumsentwurf ab.

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