20 June 2026, 12:20

Sachsen-Anhalt setzt immer stärker auf ausländische Fachkräfte – ein Trend mit Folgen

Eine zunehmende Zahl von Unternehmen in Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Mitarbeiter - fast 9% aller Mitarbeiter kommen nicht aus Deutschland

Sachsen-Anhalt setzt immer stärker auf ausländische Fachkräfte – ein Trend mit Folgen

Neue Zahlen belegen eine wachsende Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften in Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2025 beschäftigten über 11.500 Unternehmen in der Region mindestens eine internationale Fachkraft. Dies stellt einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt dar – die Zahl der ausländischen Beschäftigten stieg um 308 Prozent.

Zwischen 2020 und 2025 erhöhte sich die Anzahl der Betriebe, die ausländische Arbeitskräfte einstellen, um 3.492. Bis Mitte 2025 hatte fast jedes vierte Unternehmen in Sachsen-Anhalt internationale Mitarbeiter in Lohn und Brot. Dennoch beschäftigen noch immer fast drei Viertel der Betriebe keine ausländischen Kräfte.

Der Trend unterscheidet sich je nach Unternehmensgröße deutlich: Bei Großunternehmen mit 500 oder mehr Beschäftigten arbeiten in über 99 Prozent der Fälle ausländische Mitarbeiter. Demgegenüber stellen nur 11 Prozent der Kleinstbetriebe mit ein bis vier Angestellten Personal aus dem Ausland ein. Regional betrachtet machen ausländische Beschäftigte mittlerweile fast 9 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus.

Von Juni 2024 bis Juni 2025 stieg die Zahl der ausländischen Beitragszahler in die Sozialversicherung um 5.560. Markus Behrens, Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit, betont, dass Zuwanderung für den regionalen Arbeitsmarkt von entscheidender Bedeutung sei.

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Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte in Sachsen-Anhalt. Unternehmen aller Größenordnungen sind zunehmend auf internationale Fachkräfte angewiesen, um offene Stellen zu besetzen. Besonders ausgeprägt ist das Wachstum in größeren Betrieben, was die Gesamtbelegschaft spürbar verstärkt hat.

Quelle