Renteneintrittsalter: Deutsche lehnen Erhöhung mehrheitlich ab – doch die Gräben sind tief
Adriane BoucseinRenteneintrittsalter: Deutsche lehnen Erhöhung mehrheitlich ab – doch die Gräben sind tief
Eine aktuelle Umfrage offenbart tiefe Gräben in Deutschland bei der Frage einer Anhebung des Renteneintrittsalters. Zwar lehnt die Mehrheit der Bürger den Vorschlag ab, doch die Meinungen gehen zwischen Parteien und Regionen deutlich auseinander.
Insgesamt sprechen sich 62 Prozent der Deutschen gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters aus. Auch eine schrittweise Anhebung auf 67,5 Jahre stößt auf wenig Zustimmung – nur 29 Prozent halten dies für angemessen. Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung in Ostdeutschland, wo 73 Prozent die Pläne ablehnen.
Die Parteizugehörigkeit zeigt klare Unterschiede: Unter den Anhängern der Unionsparteien befürworten 58 Prozent eine Anhebung, bei den Grünen sind es 55 Prozent. Dagegen lehnen 77 Prozent der Wähler der Linken und sogar 84 Prozent der AfD-Anhänger die Veränderung ab. Auch bei Erwerbstätigen stößt der Vorschlag auf Widerstand – 68 Prozent sprechen sich gegen eine höhere Altersgrenze aus.
Die Umfrage macht deutlich, dass in weiten Teilen der Bevölkerung eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf breite Ablehnung stößt. Nur wenige politische Gruppen zeigen nennenswerte Unterstützung, während die Mehrheit der Bürger dem Vorhaben weiterhin skeptisch bis ablehnend gegenübersteht.
