Reifenhersteller erhöhen Preise wegen explodierender Kautschukkosten bis zu neun Prozent
Philipp NetteReifenhersteller erhöhen Preise wegen explodierender Kautschukkosten bis zu neun Prozent
Führende Reifenhersteller erhöhen die Preise aufgrund stark gestiegener Materialkosten. Die Erhöhungen von bis zu neun Prozent kommen, da Unternehmen wie Continental, Pirelli, Goodyear und Hankook auf höhere Ausgaben für Kautschuk reagieren. Trotz der Preisanpassungen bleiben Branchenexperten langfristig optimistisch.
Die Preiserhöhungen begannen bereits Anfang 2017: Goodyear führte zum 1. März eine Erhöhung um acht Prozent ein, Pirelli zog mit einer Steigerung von bis zu neun Prozent nach, während Hankook eine Erhöhung um vier bis fünf Prozent ab dem 1. April ankündigte. Betroffen sind zunächst vor allem Händler, doch bald werden auch die Verbraucher die höheren Kosten spüren.
Continental warnt vor einer zusätzlichen Belastung von 500 Millionen Euro in diesem Jahr durch steigende Einkaufspreise für Kautschuk. Frank Biller, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), betont, dass die Hersteller die Preise anheben müssten, um ihre Gewinnmargen zu schützen. Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund generell höherer Materialkosten für alle Reifentypen.
Dennoch bleibt die Stimmung in der Branche positiv. Wachsendes Marktpotenzial und steigende Absatzzahlen bei SUVs treiben die Nachfrage an und mildern so den finanziellen Druck durch die gestiegenen Kosten.
Die jüngsten Preisanpassungen zeigen, wie die Reifenindustrie auf die steigenden Kautschukkosten reagiert. Zunächst werden die Händler die Auswirkungen spüren, doch in den kommenden Monaten müssen auch die Verbraucher mit höheren Preisen rechnen. Trotz der Herausforderungen blicken die Hersteller zuversichtlich auf die Marktexpansion – insbesondere angesichts des Booms bei SUV-Verkäufen.






