25 June 2026, 04:21

RAW-Gelände in Berlin: Kulturzentrum zwischen Abriss und Rettung

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kulturzentrum zwischen Abriss und Rettung

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes, eines der wichtigsten kulturellen Zentren der Stadt, steht auf dem Spiel. Veranstalter von Protesten warnen, dass der Streit zwischen der Kurth-Gruppe und der Stadt dessen Fortbestand gefährden könnte. Eine Petition, in der der Eigentümer aufgefordert wird, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, soll am kommenden Freitag dem Senat übergeben werden.

Das RAW-Gelände blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich als Wartungsstätte für Reichsbahn-Züge genutzt, wurde es nach dem Fall der Berliner Mauer aufgegeben. Heute beherbergt es Konzertlocations, einen Biergarten, eine Skatehalle, eine Boulderhalle, Lagerhallen, einen Weihnachtsmarkt und einen Flohmarkt.

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Im Januar beantragte die Kurth-Gruppe, die private Eigentümerin, eine beschleunigte Baugenehmigung für Wohnungsneubauten. Streitpunkt ist die Anzahl der zu errichtenden Wohnungen sowie der Erhalt historischer Hallen, in denen Clubs und Kulturstätten untergebracht sind.

Mitte Mai legten Senat und Bezirk einen Rahmenvertrag vor – die Kurth-Gruppe lehnte ihn ab. Das Unternehmen wirft der Stadt vor, frühere Absprachen gebrochen zu haben, während die Verantwortlichen auf weitere Gespräche pochen, um den einzigartigen Charakter des Geländes zu bewahren.

Einigen Mietern wurde bereits gekündigt. Der Club Cassiopeia droht bereits nächste Woche die Räumung.

In der Petition wird die Kurth-Gruppe aufgefordert, die Gespräche mit der Stadt wieder aufzunehmen. Ohne eine Einigung könnten die kulturellen Einrichtungen und historischen Bauten des RAW-Geländes verloren gehen. Der Senat wird die Petition voraussichtlich nach der Übergabe am Freitag prüfen.

Quelle