03 March 2026, 14:40

Ramadan-Lichter in Freiburg mutwillig zerstört – Polizei ermittelt wegen politischer Motive

Eine Gruppe maskierter Personen mit einem Transparent mit der Aufschrift "Sturzflug in die Klimakrise" steht vor einem gläsernen Gebäude mit Säulen, das von Deckenlampen beleuchtet wird.

Ramadan-Lichter in Freiburg mutwillig zerstört – Polizei ermittelt wegen politischer Motive

Ramadan-Lichter in Freiburg während des Fastenmonats beschädigt

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In Freiburg wurde eine öffentliche Ramadan-Lichterinstallation während des heiligen Monats mutwillig zerstört. Innerhalb von 24 Stunden ereigneten sich zwei separate Vorfälle, die nun Gegenstand einer laufenden polizeilichen Ermittlung sind.

Die Behörden vermuten ein mögliches politisches Motiv hinter den Schäden, bisher gab es jedoch keine Festnahmen.

Der erste Vorfall ereignete sich am 21. Februar gegen 11:15 Uhr. Ein Mann wurde dabei beobachtet, wie er Kabel der Festlichkeitsbeleuchtung durchtrennte und anschließend flüchtete. Augenzeugen beschrieben ihn als Träger einer Jeans, einer dunklen Parka-Jacke, schwarzer Schuhe, Lederhandschuhe und eines Nike-Rucksacks. Sein Gesicht war teilweise bedeckt, und seine Identität ist weiterhin unbekannt.

Am folgenden Tag, dem 22. Februar, befestigte eine Gruppe von drei Personen ein Transparent an der Installation, das die ursprüngliche Inschrift verdeckte. Sie filmten ihre Aktion offenbar, bevor sie den Ort verließen. Die Polizei beschlagnahmte das Banner später als Beweismittel.

Das volle Ausmaß der Schäden an der Installation wird noch ermittelt. In den vergangenen fünf Jahren haben deutsche Behörden jährlich zwischen 15 und 20 Fälle von politisch motivierter Sachbeschädigung registriert, die sich gegen Ramadan-Lichter und ähnliche kulturelle Veranstaltungen richteten. Ermittlungen des Bundeskriminalamts, der örtlichen Polizei und des Bundesamts für Verfassungsschutz führten solche Angriffe häufig auf rechtsextreme Gruppen zurück.

Die Polizei fahndet weiterhin nach den Tätern beider Vorfälle. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, wobei die Behörden mögliche politische Hintergründe prüfen. Bisher wurden keine weiteren Details zu den Schäden oder möglichen Anklagepunkten bekannt gegeben.