05 June 2026, 16:10

Quizkandidat ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen Bundesintervention

Rotkäppchen in der Zwangsjacke

Quizkandidat ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen Bundesintervention

Ein 43-jähriger Berufs-Quizkandidat hat sich aus Protest an das Tor des Magdeburger Doms gekettet. Maik Sawatzke, bekannt durch Auftritte bei Wer wird Millionär?, demonstriert damit gegen eine mögliche Bundesintervention in Sachsen-Anhalt. Seine Aktion fällt in die Zeit vor den Landtagswahlen, bei denen die rechtspopulistische AfD deutliche Zugewinne erzielen könnte.

Sawatzkes Protest richtet sich gegen einen lange nicht angewandten Passus im Grundgesetz, den die Bundesregierung möglicherweise gegen Sachsen-Anhalt einsetzen könnte. Er bezeichnet Politiker in Berlin als „Kriminelle“ und wirft ihnen vor, dem Land über „Bundeszwang“ die Finanzmittel entziehen zu wollen. Zu seinen Forderungen zählen mehr persönliche Freiheiten, etwa das Recht, sich nackt zu sonnen, ohne – wie er es nennt – „zwangsverheiratet“ zu werden.

Der Protestierende, der gelegentlich als bezahlter Demonstrant für die AfD auftritt, hatte in letzter Zeit auch private Rückschläge hinnehmen müssen. Erst kürzlich wurde er während der Arbeit zu Hause beraubt – sein Portemonnaie wurde ihm aus der Tasche gestohlen. Trotz desselben Nachnamens betonte seine Partnerin Uta Sawatzke, dass sie nicht verheiratet seien.

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Neben seinem politischen Engagement verdient Sawatzke seinen Lebensunterhalt als Quizkandidat. Er trat bereits als „Telefonjoker“ in Günther Jauchs Wer wird Millionär? auf und ist dadurch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Die Demonstration unterstreicht die angespannte Stimmung vor den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt. Sawatzkes Protest spiegelt die wachsenden Bedenken gegenüber Bundesaufsicht und dem erstarkenden Einfluss der AfD wider. Seine Aktionen und Äußerungen lenken die Aufmerksamkeit auf das politische Klima im Land vor der Abstimmung.

Quelle