03 January 2026, 11:00

Palmer warnt: Apothekensterben gefährdet die medizinische Versorgung in Tübingen und bundesweit

Eine Apotheke mit einem Fahrzeug davor und einem Gebäude links daneben.

Palmer warnt: Apothekensterben gefährdet die medizinische Versorgung in Tübingen und bundesweit

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer unterstützt dringende Forderungen nach einer Reform des Apothekenwesens, da die zunehmenden Schließungen die öffentliche Gesundheit gefährden. Er warnt, dass ohne bundesweite Maßnahmen Versorgungsengpässe und leerstehende 'Apotheken in der Nähe' drohen. Das Problem verschärft sich besonders in der Tübinger Altstadt, wo 'Apotheken' aufgrund finanzieller Belastungen schließen müssen.

In ganz Deutschland – und auch in Tübingen – kämpfen 'Apotheken' ums Überleben. Steigende Kosten bei gleichbleibenden Vergütungen für Dienstleistungen bringen viele an den Rand des Ruins. Palmer betont, dass diese Schließungen Patienten den Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten, fachkundiger Beratung und Notfallversorgung erschweren.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ist für die geplante 'Apothekenreform' verantwortlich, die 2026 in Kraft treten soll. Doch Palmer warnt, dass Verzögerungen die Krise weiter verschärfen könnten. Ohne Reform drohten längere Wege für Rezeptbelieferungen, Lücken in der Versorgungskette und verödete Innenstädte. 'Apotheken' seien, so Palmer, eine unverzichtbare Infrastruktur – und kein gewöhnliches Gewerbe. Ihre Rolle im Gesundheitswesen gehe weit über die bloße Abgabe von Medikamenten hinaus: Sie böten Soforthilfe, wenn Ärzte nicht erreichbar seien. Dennoch zwingen die anhaltenden finanziellen Belastungen viele Betreiber zur Aufgabe.

Ob die Reform gelingt, hängt nun davon ab, ob der Bund schnell handelt. Bleiben die notwendigen Änderungen aus, könnten weitere 'Apotheken' schließen – mit der Folge, dass Gemeinden immer weniger medizinische Versorgungsmöglichkeiten haben. Tübingens Situation steht dabei exemplarisch für eine bundesweite Herausforderung, die langfristig den Zugang zur Gesundheitsversorgung beeinträchtigen könnte.