24 May 2026, 06:39

Ostdeutsches Wirtschaftsforum sucht Lösungen für Reformen und Industriekrise

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut in Reformen

Ostdeutsches Wirtschaftsforum sucht Lösungen für Reformen und Industriekrise

Ostdeutsches Wirtschaftsforum startet diese Woche in Bad Saarow

Diese Woche öffnet in Bad Saarow das Ostdeutsche Wirtschaftsforum seine Türen und bringt politische und wirtschaftliche Führungskräfte zusammen. Rund 350 Vertreter werden täglich erwartet, um über Wirtschaftsreformen und industrielle Herausforderungen zu diskutieren. Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche nehmen an den Gesprächen teil, ebenso wie drei Ministerpräsidenten der Länder.

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Ziel der Veranstaltung ist es, trotz anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten Chancen für die Industrie auszuloten. Die Organisatoren wollen Rüstungsunternehmen mit Start-ups und etablierten Firmen aus dem Maschinenbau und der Automobilbranche vernetzen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt jedoch, dass die Geschäftserwartungen aufgrund der Wirtschaftskrise und Streitigkeiten über Reformen sinken.

BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch beschrieb die Stimmung in den Unternehmen als „tief entmutigt, ja sogar frustriert“. Er verwies auf die Risiken, falls die Reformen scheitern – besonders vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen in diesem Jahr. Gleichzeitig betonte Lösch, dass Ostdeutschland von Investitionen in die Verteidigung profitieren könnte, dank verfügbarer Flächen und solider Infrastruktur.

Der BDI hat seine Wachstumserwartungen für die Industrie im Jahr 2024 nach unten korrigiert. Steigende Energiekosten, Abgaben und Bürokratie sowie die Spannungen im Iran haben die Aussichten für die Unternehmen weiter verschlechtert.

Das Forum findet mit hochrangiger Beteiligung aus Politik und Wirtschaft statt. Im Mittelpunkt stehen praktische Lösungen für die wirtschaftliche Erholung und die Umsetzung von Reformen. Die Teilnehmer hoffen, die Herausforderungen in konkrete Chancen für den industriellen Standort Ostdeutschland zu verwandeln.

Quelle