NKR schlägt vereinfachte Baustandards vor – soll Wohnungsbau günstiger machen
Mahmut UllmannNKR schlägt vereinfachte Baustandards vor – soll Wohnungsbau günstiger machen
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands hat weitreichende Änderungen vorgeschlagen, um Baustandards zu vereinfachen. Mit diesem Schritt sollen die Baukosten gesenkt und der Druck auf den angespannten Wohnungsmarkt verringert werden. NKR-Präsident Lutz Goebel fordert eine Überprüfung überflüssiger Vorschriften, um Wohnraum bezahlbarer zu machen.
In seinem jüngsten Positionspapier skizziert der NKR einen Plan zur Straffung der Bauvorschriften. Vorgeschlagen wird ein gestuftes System für DIN-Normen, bei dem eine „Grundausführungsqualität“ als Standardoption gilt. Bauherren hätten dann die Wahl zwischen grundlegenden, mittelmäßigen oder Premium-Baustandards.
Die Bundesministerinnen Verena Hubertz und Stefanie Hubig haben bereits Eckpunkte für einen neuen Gebäudetyp-E-Vertrag vorgelegt. Die NKR-Vorschläge sollen der Regierung als Leitlinie für die Ausarbeitung des kommenden Gebäudetyp-E-Gesetzes dienen. Das Bundesjustizministerium wird voraussichtlich in den nächsten Monaten einen Gesetzentwurf für diese Regelung vorlegen.
Goebel betont die Notwendigkeit, unnötige Standards kritisch zu prüfen und abzubauen. Durch die Reduzierung dieser Anforderungen hofft der NKR, Bauprojekte zu beschleunigen und kostengünstiger zu gestalten.
Falls die Empfehlungen des NKR umgesetzt werden, könnten Wohnungsbauprojekte günstiger und schneller realisiert werden. Die vorgeschlagenen gestuften Standards würden Bauherren mehr Flexibilität bei der Wahl der Bauqualität bieten. Der Gesetzentwurf des Justizministeriums wird entscheiden, wie diese Änderungen im Gebäudetyp-E-Gesetz verankert werden.






