Neue Güterzugstrecke zwischen Riegel und March soll Lärm reduzieren und Personenverkehr stärken
Adriane BoucseinNeue Güterzugstrecke zwischen Riegel und March soll Lärm reduzieren und Personenverkehr stärken
In Deutschland haben die Bauarbeiten für eine neue Güterzugstrecke zwischen Riegel und March begonnen. Das Projekt soll jährlich rund 50.000 Güterzüge von Freiburg und der Rheintalbahn umleiten. Nach Angaben der Verantwortlichen wird dies zu ruhigeren Bedingungen und einem Ausbau des Personenverkehrs in der Region führen.
In der ersten Phase liegt der Fokus auf einem elf Kilometer langen Abschnitt, der parallel zur Autobahn A5 verläuft. Dieser Teil ist Bestandteil eines größeren, europaweiten Güterkorridors, der Rotterdam mit Genua verbindet. Die Arbeiten werden voraussichtlich etwa sechs Jahre in Anspruch nehmen.
Die Gesamtkosten der neuen Strecke belaufen sich auf sechs Milliarden Euro, wobei 5,2 Milliarden Euro aus Bundesmitteln stammen. Nach der Fertigstellung wird die gesamte Route zwischen Offenburg und Müllheim über 90 Kilometer lang sein.
Die lokalen Behörden in Emmendingen begrüßen den Baubeginn und bezeichnen ihn als wichtigen Schritt zur Verringerung der Lärmbelastung für die Städte entlang der Rheintalbahn. Die Verlegung des Güterverkehrs wird zudem Kapazitäten für mehr Regional- und Fernverkehrszüge auf den bestehenden Gleisen freimachen.
Der Landkreis setzt sich dafür ein, die Strecke bis nach Offenburg zu verlängern. Geplant ist auch eine Anbindung an den vorgeschlagenen Offenburger Tunnel, um die Effizienz des Schienenverkehrs weiter zu steigern.
Die neue Güterroute wird tausende Züge jährlich aus besiedelten Gebieten umleiten. Dadurch sollen die Lärmemissionen sinken und die Kapazitäten für den Personenverkehr steigen. Das fertige Projekt wird nach seiner Vollendung eine zentrale Verbindung im europäischen Güterverkehrsnetz darstellen.






