Neue Betrugswelle: Kriminelle locken mit falschen Investmentchancen in die Falle
Bernhardine RörrichtNeue Betrugswelle: Kriminelle locken mit falschen Investmentchancen in die Falle
Ermittler der Kriminalinspektion 23 haben eine öffentliche Warnung vor einer zunehmenden Betrugsmasche herausgegeben. Die als „Cybertrading-Betrug“ oder „Anlagebetrug“ bekannten Fälle locken Opfer mit gefälschten Investmentchancen über soziale Medien oder Online-Werbung in die Falle.
Die Betrüger nehmen zunächst über soziale Netzwerke oder Werbeanzeigen Kontakt zu potenziellen Anlegern auf. Sie überreden ihre Opfer, eine erste Einzahlung – meist zwischen 250 und 500 Euro – in Kryptowährungen oder andere angebliche Anlageformen auf einer scheinbar seriösen Plattform zu tätigen.
Sobald das Geld investiert ist, erfinden die Kriminellen oft hohe Renditen, um die Opfer unter Druck zu setzen, weitere Gelder einzuzahlen. In manchen Fällen verlangen sie zusätzliche Überweisungen für angebliche Steuern oder Gebühren. Andere verschwinden einfach mit dem investierten Betrag – von den versprochenen Gewinnen fehlt jede Spur.
Erst kürzlich wurde ein Mann aus Bonn Opfer eines solchen Betrugs: Nach einer Online-Werbung hatte er in Kryptowährungen investiert, doch die Website war später nicht mehr erreichbar. Daraufhin erstattete er Anzeige bei der Polizei.
Die Behörden raten der Bevölkerung, misstrauisch zu sein, wenn hohe Gewinne bei geringem Einsatz versprochen werden. Zudem sollte man unaufgeforderte Nachrichten kritisch hinterfragen, Handelsplattformen gründlich prüfen und keine sensiblen Daten preisgeben oder Geld an unbekannte Konten überweisen. Fremden sollte niemals Fernzugriff auf den eigenen Computer gewährt werden.
Opfer solcher Betrugsmaschen werden aufgefordert, Vorfälle umgehend bei der örtlichen Polizei zu melden. Tipps zum Schutz vor Anlagebetrug bietet das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen sowie die Website „Polizei-Beratung“. Mit diesen Maßnahmen soll verhindert werden, dass weitere Personen auf ähnliche Tricks hereinfallen.
