"Nach dem Krieg: Was bleibt uns?" – Emmendingens bewegende Ausstellung zu Vertreibung und Identität
Adriane Boucsein"Nach dem Krieg: Was bleibt uns?" – Emmendingens bewegende Ausstellung zu Vertreibung und Identität
Städtisches Museum Emmendingen eröffnet am Sonntag neue Ausstellung
Unter dem Titel „Nach dem Krieg: Was bleibt uns?“ präsentiert das Städtische Museum Emmendingen ab Sonntag seine erste große Ausstellung unter der neuen Leitung von Museumsdirektorin Leni Perenčević. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Autorin Ludmilla Bartscht.
Die Ausstellung beleuchtet das Schicksal deutschsprachiger Minderheiten aus Osteuropa, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen mussten. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Vertreibung, Identität, Erinnerung und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Präsentiert wird das Projekt in Form eines grafischen Romans, der historische Ereignisse mit persönlichen Schilderungen aus der Nachkriegszeit verbindet.
Ein regionaler Bezug entsteht durch die Geschichte der Spätaussiedler in Emmendingen, darunter eine Erzählung aus dem Stadtteil Bürkle-Bleiche. Ziel der Ausstellung ist es, zum Nachdenken anzuregen und den Dialog über die Grundlagen des Zusammenlebens zu fördern.
Die Eröffnung findet am Sonntag, den 21. Juni, um 11:15 Uhr statt. Die Ausstellung ist bis zum 8. November zu sehen – und zwar mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Mit einer ungewöhnlichen Verbindung aus Kunst, Geschichte und persönlichen Erzählungen bietet die Schau einen neuen Zugang zur Vergangenheit und ihrer bis heute spürbaren Wirkung auf Gemeinschaften. Die neue Museumsleitung und ihre Mitstreiterin haben damit ein Projekt geschaffen, das die Besucherinnen und Besucher einlädt, sich mit diesen Geschichten auseinanderzusetzen.






