MTV Wolfenbüttel kämpft um Trainingsplatz – Streit mit Stadt eskaliert
Mahmut UllmannMTV Wolfenbüttel kämpft um Trainingsplatz – Streit mit Stadt eskaliert
MTV Wolfenbüttel muss Trainingsort verlegen und Testspiele absagen
Nach der plötzlichen Schließung seines Hauptspielplatzes sieht sich der MTV Wolfenbüttel gezwungen, sein Training zu verlegen und Freundschaftsspiele abzusagen. Die Entscheidung hat zu Spannungen zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung geführt, wobei beide Seiten unterschiedliche Darstellungen der Vorgänge liefern.
Die Stadtverwaltung hatte für den Platz im Meesche-Sportpark ab dem 8. Juni Wartungsarbeiten angesetzt. Als Gründe für den Zeitpunkt nannte sie Personalressourcen und die hohe Arbeitsbelastung in der Hauptsaison. Zudem betonte die Verwaltung, sie habe die Sportvereine bereits im Mai nach wichtigen Terminen gefragt, um Überschneidungen zu vermeiden.
Die Spieler des MTV Wolfenbüttel werfen der Stadt hingegen vor, den Platz kurzfristig gesperrt zu haben – ausgerechnet zu Beginn der Vorbereitungen auf die neue Landesliga-Saison. Die erste Trainingseinheit musste stattdessen in Adersheim stattfinden. Trotz der Beeinträchtigungen wies die Stadtverwaltung jede Schuld von sich und lehnte eine Übernahme der entstandenen finanziellen Verluste ab.
Die Verwaltung verwies darauf, dass dem Verein alternative Plätze im Meesche-Sportpark sowie an der Halberstädter Straße zur Verfügung stünden. Zudem räumte sie dem MTV Wolfenbüttel trotz organisatorischer Herausforderungen einen früheren Zugang zum Hauptplatz ab dem 14. Juli ein. Die Stadt forderte den Verein zu einer besseren Planung und professionelleren Kommunikation auf, um künftige Konflikte zu vermeiden.
Die Schließung hat bereits zu Änderungen im Spielplan des MTV Wolfenbüttel geführt. Die Stadt beharrt darauf, alle notwendigen Schritte eingehalten und Ausweichmöglichkeiten angeboten zu haben. Nun steht beide Seiten vor der Aufgabe, den Streit beizulegen, um eine reibungslose Vorbereitung auf die anstehende Saison zu gewährleisten.
