09 June 2026, 22:29

Mitteldeutschland-Verbindung: Bahnprojekt zwischen Sachsen und Westdeutschland droht zu scheitern

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Mitteldeutschland-Verbindung: Bahnprojekt zwischen Sachsen und Westdeutschland droht zu scheitern

Mitteldeutschland-Verbindung: Schlüssige Bahnstrecke zwischen Sachsen und Westdeutschland drohen weitere Verzögerungen

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Die wichtige Schienenverbindung durch Mitteldeutschland, die Sachsen über Thüringen mit Westdeutschland verbindet, steht vor weiteren Verzögerungen. Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag fordert nun schnellere Fortschritte und kritisiert fehlende Finanzmittel, die den Zeitplan des Projekts gefährden. Ohne zusätzliche Bundesförderung bleiben die vollständige Elektrifizierung und notwendige Modernisierungen ungewiss.

Ursprünglich sollte der Bauabschnitt zwischen Weimar, Gera und Gößnitz früher beginnen, doch die Arbeiten wurden auf 2028 verschoben. Die geschätzten Kosten für diese Teilstrecke belaufen sich auf 544 Millionen Euro. Die vollständige Elektrifizierung – eine Voraussetzung für schnellere Fernverkehrsverbindungen – wird frühestens 2032 abgeschlossen sein.

Ziel des Projekts ist es, die Anbindung zwischen Chemnitz, Dresden und wichtigen westdeutschen Wirtschaftszentren wie der Rhein-Main-Region und dem Ruhrgebiet zu verbessern. Doch für verschiedene Bahnprojekte bis 2029 fehlen noch rund zwei Milliarden Euro. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Haushaltsmittel für die Mitteldeutschland-Verbindung bereitstehen.

Die BSW wirft der Bundesregierung vor, Großprojekte in Westdeutschland zu priorisieren, während Investitionen in Thüringen und Sachsen gekürzt würden. Trotz politischer Versprechen werde die Region vernachlässigt, so die Fraktion. Sie fordert nun höhere Bundeszuschüsse, um die Elektrifizierung und Modernisierung der Strecke wie geplant voranzutreiben.

Die Verzögerungen bedeuten für Fahrgäste längere Wartezeiten auf bessere Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland. Ohne dringend benötigte Mittel droht die Mitteldeutschland-Verbindung weiter hinter dem Zeitplan zurückzubleiben. Die BSW setzt die Verantwortlichen weiterhin unter Druck, die notwendigen Ressourcen für die Fertigstellung des Projekts bereitzustellen.

Quelle