21 February 2026, 06:54

Merkels rätselhafter Abgang überschatten Merz' knappen CDU-Sieg

Plakat zur Deutschen Revolution 1910, das eine Gruppe von Menschen und eine Krone zeigt, mit Text zu Ereignisinformationen.

Warum Merkel Merz nicht erneut gratulieren konnte - Merkels rätselhafter Abgang überschatten Merz' knappen CDU-Sieg

Friedrich Merz hat auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart eine weitere Amtszeit als Parteivorsitzender gesichert – doch die verspätete Abstimmung war nicht das Einzige, was die Aufmerksamkeit auf sich zog. Noch mehr sprach man über die Rückkehr der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den Tag erneut vor der Bekanntgabe des Ergebnisses verließ.

Der Parteitag begann am 20. Februar 2026 mit Merkels überraschendem Auftritt. Es war ihr erster Besuch einer CDU-Veranstaltung seit ihrem Rückzug 2021. Die Delegierten empfingen sie mit stehenden Ovationen – ein deutlicher Kontrast zu ihren Abwesenheiten in den Jahren 2022, 2024 und 2025, als ihre Distanz zur Partei Debatten über ihr Erbe und die Zukunft der Union befeuert hatte.

Die Wahl selbst verlief alles andere als reibungslos. Technische Probleme und eine überlange Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz verzögerten die Ergebnisverkündung um mehr als drei Stunden. Noch vor der Bekanntgabe verließ Merkel den Saal, um den letzten Direktzug nach Hause zu erreichen.

Als das Endergebnis schließlich feststand, war Merz als Vorsitzender bestätigt. Dass Merkel auch diesmal bei der Siegessverkündung fehlte, erinnerte an ihre Abwesenheit bei seiner ersten Wahl 2021 – ein sich wiederholendes Muster, das seine Führungszeit begleitet.

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Merz bleibt damit CDU-Chef nach einer Abstimmung, die von Verzögerungen und Merkels frühem Abgang überschattet wurde. Ihr kurzer Auftritt beim Parteitag warf erneut Fragen über ihr Verhältnis zur Partei auf. Gleichzeitig zeigte die Veranstaltung, mit welchen technischen und organisatorischen Herausforderungen große politische Zusammenkünfte nach wie vor zu kämpfen haben.