11 January 2026, 20:50

Mercedes startet 2-Milliarden-Aktienrückkauf trotz sinkender Umsätze und Führungswechsel

Ein Mercedes-Benz A-Klasse Schrägheck in Frankfurt, ein schlankes, modernes Design mit einer glänzenden schwarzen Lackierung und Chromakzenten, umgeben von einer Gruppe von Menschen.

Mercedes startet 2-Milliarden-Aktienrückkauf trotz sinkender Umsätze und Führungswechsel

Mercedes-Benz hat ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2 Milliarden Euro angekündigt, während das Unternehmen gemischte Finanzzahlen für das dritte Quartal vorlegt. Der Umsatz sank um 7,3 %, doch die Verkäufe der Luxusmodelle stiegen um 10 %. Gleichzeitig findet ein umfassender Führungswechsel statt, bei dem mehrere Top-Manager das Unternehmen verlassen oder ihre Positionen wechseln.

Laut dem jüngsten Finanzbericht des Automobilherstellers belief sich der Umsatz im dritten Quartal auf 32 Milliarden Euro, bei einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,1 Milliarden Euro. Dennoch erzielte die Pkw-Sparte eine bereinigte Umsatzrendite von 4,8 %. Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen legten im Vergleich zum Vorquartal um 22 % zu.

Finanziell verfügt Mercedes-Benz über eine industrielle Nettoliquidität von 32 Milliarden Euro. Der freie Cashflow für die ersten neun Monate des Jahres 2025 erreichte 5,6 Milliarden Euro, wobei allein das dritte Quartal 1,4 Milliarden Euro beisteuerte. Die Aktie notiert derzeit bei etwa 56 Euro und liegt damit am unteren Ende der 52-Wochen-Spanne. Das neu angekündigte Rückkaufprogramm über 2 Milliarden Euro läuft bis November 2026 und sieht den Rückkauf und die Einziehung von bis zu 96 Millionen eigener Aktien vor.

Unterdessen treibt das Unternehmen die Pläne voran, bis Ende 2027 mehr als 40 neue Modelle auf den Markt zu bringen, und finalisiert die Fusion mit der Mercedes-Benz Mobility AG. Gleichzeitig findet ein Führungsumbau statt: Jörg Burzer übernimmt die Position des Technologievorstands (CTO), während Olaf Schick für die Bereiche „Integrität, Governance & Nachhaltigkeit“ verantwortlich zeichnet. Renata Jungo Brüngger und Markus Schäfer haben das Unternehmen hingegen verlassen. Zu einer spezifischen Investorenanalyse vom 2. November liegen keine offiziellen Angaben vor, sodass kein Veröffentlichungstermin bestätigt werden kann.

Das Aktienrückkaufprogramm und die personellen Veränderungen erfolgen zu einer Zeit, in der Mercedes-Benz rückläufige Umsätze mit Wachstum im Premium- und Elektrofahrzeugsegment ausbalanciert. Mit solider Liquidität und einer klaren Strategie für die Markteinführung neuer Modelle passt das Unternehmen weiterhin seine Geschäftsaktivitäten an. Die Aktie bewegt sich vorerst im unteren Bereich ihrer Jahreshandelsbandbreite.