Mercedes revolutioniert E-Auto-Batterien – und senkt CO₂-Emissionen drastisch
Adriane BoucseinMercedes revolutioniert E-Auto-Batterien – und senkt CO₂-Emissionen drastisch
Mercedes strebt nach der „grünen“ Batterie
Teaser: Die Herstellung der Energiespeicher belastet die Ökobilanz von Elektroautos stark. Mercedes-Benz will das so schnell wie möglich ändern.
Automobilhersteller treiben die Reduzierung der Emissionen von Elektroauto-Batterien voran – mit Mercedes-Benz an der Spitze der Bemühungen, ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern. Die Batterie bleibt das umweltschädlichste Bauteil eines E-Autos und ist für etwa 80 % der gesamten Emissionen verantwortlich. Doch neue Technologien und optimierte Konstruktionen zeigen Fortschritte auf dem Weg zu saubereren Elektrofahrzeugen.
Mercedes-Benz hat die Senkung der Batterie-Emissionen zu einer zentralen Priorität erklärt. Die neuesten Modelle des Unternehmens, wie der CLA und der GLC, verzeichnen deutliche Verbesserungen: Der CLA weist einen um 40 % geringeren CO₂-Ausstoß auf als sein Vorgänger, während der GLC seine Emissionen um zwei Drittel reduziert hat. Diese Fortschritte sind vor allem auf die Weiterentwicklung der Batteriezellen zurückzuführen – ein Bereich, der nach wie vor die größte Herausforderung bei der Verringerung der Gesamtemissionen darstellt.
Der Konzern setzt derzeit auf zwei Batterietypen: NMC (Nickel-Mangan-Cobalt) für Personenwagen und LFP (Lithium-Eisenphosphat) für Nutzfahrzeuge. Beide enthalten seltene Erden, was das Recycling zu einem entscheidenden Faktor für die Verringerung der Umweltbelastung macht. Gleichzeitig erforscht Mercedes-Benz Festkörperbatterien und arbeitet hierfür mit dem US-Unternehmen Factorial Energy zusammen, um diese Technologie der nächsten Generation zu testen.
Festkörperbatterien versprechen eine höhere Energiedichte, schnellere Ladezeiten und das Potenzial, Verbrennungsmotoren langfristig vollständig zu ersetzen. Auch andere Automobilhersteller investieren massiv in diesen Bereich: BMW kooperiert mit Solid Power, Volkswagen mit QuantumScape, und Toyota führt eigene Straßentests durch. Die Ergebnisse dieser Versuche deuten darauf hin, dass Festkörperbatterien bald eine praktikable Alternative zu den heutigen Lithium-Ionen-Zellen werden könnten.
Die Wende zu umweltfreundlicheren Batterien gewinnt an Fahrt, wobei Mercedes-Benz und weitere Hersteller neue Lösungen erproben. Besonders die Festkörpertechnologie könnte Elektrofahrzeuge durch bessere Leistung und Nachhaltigkeit revolutionieren. Schon jetzt tragen Fortschritte bei herkömmlichen Batteriedesigns messbar zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bei.