Marzahn Pride Week feiert Jubiläum trotz wachsender rechtsextremer Bedrohungen
Philipp NetteMarzahn Pride Week feiert Jubiläum trotz wachsender rechtsextremer Bedrohungen
Marzahn Pride Week feiert in dieser Woche ihr siebtes Jubiläum mit einer Demonstration am Samstag. Die Veranstaltung findet in einem Stadtteil statt, der für seine vielfältige Bevölkerung bekannt ist, aber zunehmend mit Bedrohungen gegen marginalisierte Gruppen konfrontiert wird. Die Organisator:innen bleiben vorsichtig – auch wenn es in diesem Jahr bisher keine bestätigten rechtsextremen Mobilisierungen gegen den Umzug gibt.
Der Marsch beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Vanessa Krah, Queer-Beauftragte von Marzahn, und Gordon Lemm werden die Eröffnungsreden halten. Ab 14:30 Uhr folgt ein Nachbarschaftsfest mit Livemusik, DJs und Streetfood.
Quarteera e.V., der ausrichtende Verein, setzt sich für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung Ziel rechtsextremer Drohungen durch die neonazistische Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV).
Rechtsextreme Propaganda und Angriffe haben in Marzahn zugenommen. 2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland gestört oder eingeschüchtert. Krah warnt, dass die Bedrohungslage trotz fehlender bestätigter extremistischer Aktionen in diesem Jahr weiterhin hoch bleibt.
Die Veranstaltung wird mit erhöhter Risikoawareness stattfinden. Organisator:innen und lokale Behörden beobachten die Lage genau. Der Umzug und das Fest sollen queere Sichtbarkeit feiern – und gleichzeitig die anhaltenden Herausforderungen der Community thematisieren.






