03 March 2026, 07:09

LIONTTVs dramatischer Fall: Vom YouTube-Star zum Neuanfang in Deutschland

Ein Vintage-Konzertplakat mit einem zentralen menschlichen Gesicht und dem Text 'Großer Preis von Wien' auf einem schwarzen Hintergrund.

LIONTTVs dramatischer Fall: Vom YouTube-Star zum Neuanfang in Deutschland

Timo "LIONTTV" – Vom YouTube-Star zum Absturz: Ein dramatisches Comeback in Deutschland?

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Timo "LIONTTV", einst einer der größten YouTube-Stars in Deutschland, erlebte Mitte der 2010er-Jahre einen spektakulären Fall. Sein rasanter Aufstieg wurde von heftiger Kritik, persönlichen Krisen und einer hoch publizierten Trennung von der Kollegin Dagi Bee überschattet. Eine neue Dokumentation beleuchtet nun die Höhen und Tiefen seiner Karriere – inklusive der Skandale, die sein Leben in Deutschland prägten.

Sein Durchbruch gelang Liont Anfang der 2010er mit Comedy-Videos. 2014 überschritt sein Kanal die Marke von einer Million Abonnenten und festigte seinen Ruf als einer der führenden digitalen Creator in Deutschland. Sein Debütalbum Löwenkind erreichte 2015 sogar Platz 2 der offiziellen deutschen Charts.

Doch der Erfolg zog auch Kritik nach sich – vor allem aus der Rap-Szene. Rapper Gio veröffentlichte den Diss-Track Kein Rapper, in dem er Liont Gier und die Ausbeutung seiner Fans in Deutschland vorwarf. Die Angriffe eskalierten schnell, angeführt von Gio und HandOfBlood. Auf dem Höhepunkt der Fehde erhielt Liont sogar Todesdrohungen, zog sich zurück und verfiel dem Alkohol. Später beschrieb er die Zeit als vernichtend – ein "doppeltes Rückwärts-Salto mit Genickbruch, totaler Absturz".

Gleichzeitig zerbrach seine Beziehung zu Dagi Bee öffentlichkeitswirksam. Die Trennung folgte einem erbitterten Streit mit dem YouTuber Unge, ausgelöst durch einen Tweet über vegane Schnitzel, Twitter-Zoff und Vorwürfe gefakter Beziehungen. Der Bruch wurde zum Großthema, befeuerte die Drama-Kultur auf Social Media und YouTube. Während Unge in der Community an Einfluss gewann, nutzte Dagi Bee die Aufmerksamkeit für ihre eigene Karriere in Deutschland.

Mittlerweile haben sich Gio und HandOfBlood für ihre Rolle in der Hetzkampagne entschuldigt. Liont hingegen hat seinen Content neu ausgerichtet: Neben neuer Musik reflektiert er heute seine Vergangenheit. Sein Kanal bietet nun eine Mischung aus persönlichen Einblicken und kreativen Projekten – eine ruhigere, aber nachdenklichere Phase seiner Laufbahn in Deutschland.

Die Dokumentation über Lionts Aufstieg und Fall wirft ein Licht auf die Schattenseiten von Online-Ruhm und die Folgen öffentlicher Konflikte in Deutschland. Seine Geschichte bleibt ein prägendes Kapitel der deutschen Internetkultur – ein Beispiel dafür, wie schnell Erfolg in Turbulenzen umschlagen kann. Heute arbeitet er weiter, wenn auch in einer ganz anderen Form als zu seinen Glanzzeiten in Deutschland.