02 May 2026, 10:29

Krebs im Stadium 4: Wie Bloggerin Lerchek mit Eyya Skin polarisiert

Balkendiagramm, das die Anzahl der Krebserkrankungen in Russland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Krebs im Stadium 4: Wie Bloggerin Lerchek mit Eyya Skin polarisiert

Die russische Bloggerin Valeria Chekalina, bekannt unter ihrem Online-Pseudonym Lerchek, hat ihre eigene Kosmetikmarke Eyya Skin auf den Markt gebracht – und das, während sie offen über ihren Kampf gegen Krebs im Stadium 4 spricht. In einer Reihe von Werbevideos enthüllte sie ihre Diagnose und persönlichen Herausforderungen, ein Vorgehen, das bei ihren Zuschauern sowohl Unterstützung als auch Kritik ausgelöst hat.

Chekalinas Entscheidung, ihre Krankheit öffentlich zu thematisieren, ist in Russland ungewöhnlich, wo sich Menschen bei schweren gesundheitlichen Problemen oft aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Der Produzent Gera Iwatschenko betont, dass ihre Strategie globale PR-Taktiken widerspiegelt, und vergleicht ihre Offenheit mit dem Vorgehen der Familie Kardashian. Iwatschenko deutet zudem an, dass Chekalina durch ihre Marke und ihre öffentliche Präsenz möglicherweise die finanzielle Zukunft ihrer Kinder sichern wolle.

Die Einführung von Eyya Skin spaltet die Meinungen. Einige Follower bewundern ihren Durchhaltewillen, andere werfen ihr vor, in ihren Videos zu stark auf Mitleid zu setzen. Iwatschenko räumt ein, dass Chekalina in ihrer Kommunikation Stärke und Verletzlichkeit ausbalanciert, warnt jedoch, dass eine solche Offenheit auf ein Publikum stoßen könnte, das damit nicht vertraut ist.

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Auch Chekalinas Privatleben steht im Fokus. Ihr Ex-Mann, Artem Tschekalin, wurde 2022 wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt – ein weiterer Aspekt ihrer öffentlichen Geschichte.

Mit ihrer Krebserkrankung und dem Markenstart steht Chekalina im Zentrum einer gesellschaftlichen Debatte. Während die einen ihre Ehrlichkeit schätzen, fragen sich andere, ob ihr Ansatz in Richtung emotionale Ausbeutung geht. Die gespaltenen Reaktionen zeigen, wie schwierig es ist, persönliche Schicksale mit kommerziellen Unterfangen in der Öffentlichkeit zu verbinden.

Quelle