12 June 2026, 22:29

Kai Wegners Macht in Berlin wackelt: Droht das Aus nach nur 100 Tagen?

Die Countdown läuft

Kai Wegners Macht in Berlin wackelt: Droht das Aus nach nur 100 Tagen?

Kai Wegners politische Zukunft in Berlin steht auf der Kippe. Trotz schwacher Umfragewerte bestätigte die CDU ihn auf dem Landesparteitag 2023 als Spitzenkandidaten. Doch vor einer entscheidenden Abstimmung mehren sich die Zweifel an seiner Führung.

Wegner wurde 2023 zum regierenden Bürgermeister gewählt – obwohl er zuvor mit geringen Zustimmungswerten und Skepsis zu kämpfen hatte. Sein SPD-Konkurrent Raed Saleh hatte ihn damals spöttisch als „den einsamen Kai“ bezeichnet. Sein Sieg schien unwahrscheinlich, doch er setzte sich durch und regierte drei Jahre lang.

Doch jüngste Fehltritte haben seinem Ansehen geschadet. Kritiker warfen ihm vor, die überstürzte Ernennung einer Staatssekretärin für Digitalisierung sei chaotisch verlaufen. Auch seine Handhabung des Stromausfalls, der winterlichen Glättegefahr und eines Subventionsskandals zog scharfe Kritik nach sich.

Sollte er die anstehende Wahl verlieren, endete seine Amtszeit als regierender Bürgermeister effektiv am 20. September 2023 – nur 100 Tage nach der Abstimmung. Selbst im Falle einer Niederlage bliebe er vorerst geschäftsführend im Amt. Eine Niederlage würde zudem wahrscheinlich auch sein Ende als CDU-Landesvorsitzender besiegeln.

Die erneute Unterstützung Wegners durch die CDU zeigt zwar Parteidisziplin, doch die Zeichen stehen schlecht, dass er seinen Erfolg von 2023 wiederholen kann. Eine Niederlage würde das vorzeitige Ende seiner kurzen Amtszeit als Bürgermeister markieren – und seinen Einfluss in der Partei weiter schwächen.

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