Jugendbad Burgfarrnbach steht nach 60 Jahren vor dem Aus – doch es gibt noch Hoffnung
Adriane BoucseinJugendbad Burgfarrnbach steht nach 60 Jahren vor dem Aus – doch es gibt noch Hoffnung
Jugendbad Burgfarrnbach: Nach fast 60 Jahren droht die endgültige Schließung
Das Jugendbad Burgfarrnbach, ein saisonales Freibad speziell für Kinder und Jugendliche, könnte nach fast sechs Jahrzehnten Betrieb endgültig geschlossen werden. Aufgrund schwerwiegender technischer Mängel und stark gestiegener Sanierungskosten blieb die Anlage in dieser Saison geschlossen. Nun prüft die Stadtverwaltung mögliche Nachnutzungskonzepte.
Das Bad wurde ursprünglich für Besucher bis 14 Jahre sowie deren Begleitpersonen konzipiert. Es umfasst ein unbeheiztes Becken von 8 mal 20 Metern, eine 1.000 Quadratmeter große Liegewiese sowie grundlegende Einrichtungen wie Umkleiden und Sanitäranlagen. Doch in den letzten Jahren gingen die Besucherzahlen deutlich zurück – die Einnahmen brachen ein, während die Betriebskosten hoch blieben.
Die Probleme haben sich über die Jahre gehäuft: Die Wasseraufbereitungsanlagen und Umwälzpumpen sind stark beschädigt oder nicht mehr zuverlässig funktionstüchtig. Zudem verlor das Becken seit der letzten Saison große Mengen Wasser. Allein die Behebung dieser Schäden würde schätzungsweise 50.000 Euro kosten.
Eine umfassende Prüfung offenbarten noch gravierendere Mängel. Um den Betrieb sicher wiederaufnehmen zu können, wären mindestens 165.000 Euro für technische, bauliche und sicherheitsrelevante Sanierungen nötig. Angesichts des Umfangs der Arbeiten und der späten Bekanntgabe des Finanzbedarfs entschied die Stadt, das Bad in diesem Jahr nicht zu öffnen.
Nun steht eine dauerhafte Schließung zur Debatte. Als mögliche Alternative wird eine Erweiterung der Außenanlagen der benachbart liegenden Schule diskutiert. Der Ausschuss für Finanzen und Verwaltung der Stadt Fürth wird am 10. Juni 2026 über das weitere Vorgehen beraten.
Ohne größere Investitionen wird das Jugendbad Burgfarrnbach voraussichtlich geschlossen bleiben. Der Fokus der Stadt liegt mittlerweile auf der Suche nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Anlage soll nach der Sitzung des Ausschusses im kommenden Sommer fallen.






