19 June 2026, 12:26

Jan van Aken gesteht Medien-Täuschung bei seinem Abschied als Linken-Chef

Bald wieder im Hoodie zu sehen

Jan van Aken gesteht Medien-Täuschung bei seinem Abschied als Linken-Chef

Jan van Aken hat seine Amtszeit als Vorsitzender der Linkspartei mit einer dramatischen Enthüllung beendet. Bei seiner letzten Pressekonferenz in Berlin gestand er, zwei Jahre lang gemeinsam mit seiner Kollegin Ines Schwerdtner Journalisten getäuscht zu haben. Die Offenbarung kam just zu dem Zeitpunkt, als er sein Amt niederlegte.

Van Aken und Schwerdtner arbeiteten während seiner gesamten Amtszeit eng zusammen. Er dankte ihr für die gute Zusammenarbeit, räumte später jedoch ein, dass sie die Medien bewusst in die Irre geführt hätten. Unter seiner Führung stieg die Linkspartei in den Umfragen deutlich von zuvor 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent. Zudem etablierte er die Partei als ernstzunehmende Stimme in der Außenpolitik.

Im Februar 2025 wechselten über 700.000 enttäuschte Wähler der Grünen zur Linken. Van Akens Führung – gemeinsam mit Heidi Reichinnek – erweiterte die Anziehungskraft der Partei beträchtlich. Während Reichinnek vor allem jüngere Wähler ansprach, fand er selbst bei einer älteren Wählerschicht großen Anklang.

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Bekannt für seine kompromisslose Haltung, drohte er einst dem Immobilienriesen Vonovia, auf dessen Dach zu steigen. Er warf dem Konzern illegale Mietpreiserhöhungen und mafiöse Methoden vor. Nun wird Luigi Pantisano als sein Nachfolger an der Parteispitze erwartet.

Van Akens Abschied markiert das Ende einer prägenden Phase für die Linkspartei. Seine Führung stärkte deren Einfluss und Wählerbasis. Jetzt liegt es an Pantisano, diesen Aufschwung fortzuführen.

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