Iris Knies verlässt Seligenstadt nach 36 Jahren prägendem Engagement
Philipp NetteIris Knies verlässt Seligenstadt nach 36 Jahren prägendem Engagement
Iris Knies, eine ausgebildete Pädagogin, geht nach fast 40 Jahren im Dienst der Stadt Seligenstadt am 30. Juni in den Ruhestand. Ihre Karriere begann 1988 als Jugendbeauftragte in der offenen Jugendarbeit unter Bürgermeister Karl Schmitt. Über die Jahrzehnte entwickelte sie sich zu einer prägenden Figur der sozialen und kulturellen Entwicklung der Stadt.
Knies startete ihre Laufbahn in der Kommunalverwaltung 1988 im Bereich Jugendhilfe. Später übernahm sie größere Verantwortung und arbeitete unter vier Bürgermeister:innen – Karl Schmitt, Rolf Wenzel, Dagmar B. Nonn-Adams und Dr. Daniell Bastian.
2010 wurde sie Leiterin des Fachbereichs Kindertagesbetreuung. Zwei Jahre später übernahm sie die Leitung des neu gegründeten „Amts für Kinder, Senioren, Sport und Kultur“, das heute als „Amt für Kindertagesbetreuung, Sport und Kultur“ firmiert und mittlerweile 87 Mitarbeiter:innen beschäftigt.
Unter ihrer Führung entstanden bedeutende Gemeinschaftsprojekte, darunter der „Platz der Freundschaft“ und das Nachbarschaftszentrum im Norden Seligenstadts. Zudem spielte sie eine zentrale Rolle bei der Ansiedlung des städtischen Förderprogramms „Soziale Stadt“ in der Region.
Knies galt als verlässliche Ansprechpartnerin für Eltern, Träger und Einrichtungen. Ein besonderes Anliegen war ihr die Namensgebung für die neue Kita „Emmy-Stein-Kita“ in der Nähe des Freibads. Die Einrichtung ehrt Emmy Stein, das jüngste jüdische Mädchen aus Seligenstadt, das während der NS-Zeit sein Leben verlor.
Matthias Mai wird am 1. Juni ihr Amt übernehmen, um einen reibungslosen Wissenstransfer zu gewährleisten.
Iris Knies hinterlässt ein Erbe aus gemeinwohlorientierten Initiativen und engagiertem öffentlichem Dienst. Ihre Arbeit hat die Kinderbetreuung, das kulturelle und soziale Leben in Seligenstadt über Generationen geprägt. Die Stadt steht nun vor einem neuen Kapitel unter ihrer Nachfolge.
