21 February 2026, 01:16

Iris Berben: Warum sie nach 20 Jahren Beziehung bewusst auf die Ehe verzichtet

Ein offenes Buch mit Text und Bildern von Frauen, das einen Einblick in ihr Leben gewährt.

Iris Berben: Keine Veranlassung für Heirat - Iris Berben: Warum sie nach 20 Jahren Beziehung bewusst auf die Ehe verzichtet

Schauspielerin Iris Berben lebt seit fast 20 Jahren mit ihrem Partner – ohne Trauschein

Berbens Entscheidung gründet auf ihrem Wunsch, sich den rechtlichen Bindungen der Ehe zu entziehen. Zwar befürwortet sie die Institution grundsätzlich, für ihr eigenes Leben hat sie sie jedoch nie als notwendig erachtet. Ihre Haltung prägten die gesellschaftlichen und politischen Bewegungen der 1960er-Jahre, einer Zeit, in der Frauen mit weitaus strengeren Regeln konfrontiert waren.

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Damals benötigten verheiratete Frauen in Deutschland noch die Erlaubnis ihres Ehemanns, um arbeiten zu dürfen. Erst durch Rechtsreformen in den Jahren 1957 und 1977 wurden diese Beschränkungen abgeschafft und Frauen die volle Gleichberechtigung im Berufsleben zugesichert. Die Streichung des § 1354 BGB im Jahr 1977 beendete schließlich die Entscheidungsgewalt des Mannes über die Berufswahl seiner Frau. Heute garantiert die verfassungsmäßige Gleichstellung nach Artikel 3 des Grundgesetzes die rechtliche Gleichberechtigung – auch wenn einige zugewanderte Frauen je nach Staatsangehörigkeit weiterhin Hürden bei der Arbeitserlaubnis erfahren.

Für Berben war Unabhängigkeit stets ein zentraler Leitgedanke. Seit Jahrzehnten lebt sie danach und hat sich für eine Partnerschaft ohne rechtliche Verpflichtungen entschieden. Ihre langjährige Beziehung zu Kiesow beweist, dass Verbundenheit keinen Ehebund voraussetzt.

Berbens lebenslange Haltung zeigt, wie weit die Selbstbestimmung der Frauen seit den 1960er-Jahren gekommen ist. Die gesetzlichen Reformen haben alte Barrieren abgerissen, doch ihre persönliche Einstellung ist unverändert geblieben. Mit 75 Jahren schätzt sie nach wie vor die Freiheit höher als die Tradition – und demonstriert damit, dass die Ehe längst kein gesellschaftliches Muss mehr für alle ist.