19 March 2026, 10:43

IG Metall dominiert Betriebsratswahlen in Schlüsselbetrieben Südwestdeutschlands

Zeichnung des Plenarsaals des Deutschen Bundestages in Berlin mit einer Flagge oben drauf und begleitendem Text.

IG Metall: Rückenwind für Betriebsratswahlen im Südwesten - IG Metall dominiert Betriebsratswahlen in Schlüsselbetrieben Südwestdeutschlands

Millionen Beschäftigte in ganz Deutschland wählen derzeit ihre Betriebsräte – allein im Zuständigkeitsbereich der IG Metall stehen rund 60.000 Sitze zur Wahl. Erste Ergebnisse aus Südwestdeutschland zeigen, dass die Gewerkschaft starke Zustimmung erhält, insbesondere in zentralen Industriebetrieben.

In den Mercedes-Benz-Werken in Sindelfingen und Untertürkheim sicherte sich die IG Metall eine deutliche Mehrheit der Sitze. In Sindelfingen gewann die Gewerkschaft 48 von 57 Mandaten, im Audi-Werk Neckarsulm errang sie 33 Sitze. Die konkurrierende Gruppe Zentrum – Die alternative Gewerkschaft konnte nur wenige Positionen für sich verbuchen.

Barbara Resch, die Bezirksleiterin der IG Metall, führte den Erfolg auf die Rolle der Gewerkschaft als wichtigste Interessenvertretung der Beschäftigten zurück. Kai Burmeister, Landesvorsitzender des DGB in Baden-Württemberg, verwies auf die hohe Wahlbeteiligung und forderte eine stärkere Vertretung in Betrieben, die bisher noch keinen Betriebsrat haben.

Die Ergebnisse fallen in eine Zeit, in der populistische Gruppen wie Zentrum versuchen, Unsicherheiten der Belegschaften angesichts des industriellen Wandels für sich zu nutzen. Dennoch deutet das Abschneiden der IG Metall darauf hin, dass die Beschäftigten der Gewerkschaft auch in dieser Umbruchphase weiterhin vertrauen.

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Die Wahlen unterstreichen den anhaltenden Einfluss der IG Metall in der Industrie Südwestdeutschlands. Zwar stehen bundesweite Endergebnisse noch aus, doch die starken Ergebnisse in großen Unternehmen sprechen für eine weiterhin breite Unterstützung der Belegschaften. Nun rückt die Ausweitung der Vertretung in bisher nicht organisierten Betrieben in den Fokus.

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