IG-BCE-Chef fordert drastische Steuerreformen für Superreiche und Spitzenverdiener
Philipp NetteIG-BCE-Chef fordert drastische Steuerreformen für Superreiche und Spitzenverdiener
Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat weitreichende Steuerreformen vorgeschlagen, die sich vor allem an Spitzenverdiener und Superreiche richten. Seine Pläne umfassen höhere Erbschaftssteuern, die Einführung einer Vermögensabgabe sowie Anpassungen der Einkommensteuer-Grenzwerte, um öffentliche Infrastrukturprojekte und Verteidigungsvorhaben zu finanzieren.
Vassiliadis strebt eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes um zwei bis drei Prozentpunkte an – von derzeit 42 Prozent. Zudem schlägt er vor, die Grenze für diesen Satz auf etwa 100.000 Euro Bruttojahreseinkommen anzuheben. Dadurch würden mehr Steuerzahler in die höhere Stufe rutschen, während die Belastung für diejenigen sinkt, die knapp darunter liegen.
Eine neue Vermögenssteuer soll auf Einkommen über 200.000 Euro erhoben werden. Der Gewerkschaftschef argumentiert, dass die Superreichen einen zusätzlichen Beitrag leisten müssten, dessen Erträge in Infrastruktur und Verteidigung fließen sollen. Zwar räumt er Bedenken von Wirtschaftsverbänden ein, wonach betriebsnotwendiges Vermögen besteuert werden könnte, doch bestehe er darauf, dass die Ultravermögenden stärker zur Kasse gebeten werden müssten.
Auch bei den Erbschaftssteuern plädiert Vassiliadis für eine Anhebung. Ziel sei eine gerechtere Vermögensverteilung bei gleichzeitiger Absicherung stabiler Finanzierung für dringende öffentliche Investitionen.
Die Reformen würden für Besserverdiener und Vermögende höhere Steuerlasten bedeuten. Vassiliadis rechtfertigt die Maßnahmen als notwendig, um öffentliche Dienstleistungen und die nationale Sicherheit zu stärken. Unterdess bleiben Wirtschaftsführer skeptisch und warnen vor möglichen negativen Folgen für Investitionen und das Wirtschaftswachstum.






